Samuhel Gospels, Cover binding, circa 840, Quedlinburg Cathedral Treasury

Über uns Die Stiftung

Die Kulturstiftung der Länder ist die gemeinsame Förderinstitution der 16 deutschen Länder. Sie fördert Projekte und Initiativen in den Bereichen Kunst und Kultur, die gesamtstaatlich bedeutsam sind und im Zusammenwirken mehrerer Partner umgesetzt werden. Ihr Fokus liegt auf dem materiellen Kulturerbe, insbesondere unterstützt sie Museen, Archive und Bibliotheken bei der Erwerbung, Erhaltung, Präsentation, Vermittlung und Dokumentation von Kunstwerken und Kulturgütern, die für die Geschichte oder das kulturelle Selbstverständnis der Menschen in Deutschland eine herausragende Bedeutung haben.

Die Kulturstiftung der Länder

Die Kulturstiftung der Länder wurde 1987 zum Zweck der „Förderung und Bewahrung von Kunst und Kultur nationalen Ranges“ gegründet und hat 1988 ihre Tätigkeit aufgenommen.

Zur Geschichte der Kulturstiftung der Länder

Zur Podcast-Serie „Die Vorgeschichte der Kulturstiftung der Länder“

Förderung

Die Kulturstiftung der Länder hat drei Förderlinien: Erwerbungsförderung, Ausstellungsförderung und Restaurierungsförderung. Bei der Beurteilung der Förderwürdigkeit stehen der Kulturstiftung der Länder unabhängige Gutachterinnen und Gutachter sowie ihr Kuratorium, bestehend aus Expertinnen und Experten, zur Seite.

Neben den dauerhaft angelegten Förderlinien gibt es zeitlich befristete Projekte, Initiativen und Förderprogramme.

 

Bewahren von Kunst- und Kulturschätzen: Erwerbungsförderung

Zu den wichtigsten Aufgaben der Kulturstiftung der Länder gehört die Unterstützung von Kulturgut bewahrenden Einrichtungen, also von Museen, Archiven und Bibliotheken, bei der Erwerbung von Kunst und Kulturgütern, die von gesamtstaatlicher Bedeutung sind.

Vermittlung des kulturellen Erbes: Ausstellungsförderung

Die Kulturstiftung der Länder unterstützt Museen, Archive und Bibliotheken bei der Vermittlung des kulturellen Erbes und fördert daher kunst- und kulturhistorische Ausstellungen. Gefördert werden temporäre Präsentationen, die von der Sammlung der jeweiligen Einrichtung ausgehen und eine übergreifende kulturgeschichtliche sowie überregionale Relevanz haben.

Erhaltung von Kulturgütern: Restaurierungsförderung

Zur Erhaltung des kulturellen Erbes fördert die Kulturstiftung der Länder die Konservierung und Restaurierung von Kunstwerken und Kulturgütern, die für Deutschland von besonderer Bedeutung sind. Damit soll sichergestellt werden, dass diese Objekte dauerhaft für die Öffentlichkeit und die Wissenschaft zugänglich sind. Gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert die Kulturstiftung der Länder die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK). Die KEK fördert bundesweit Maßnahmen zum Erhalt historischer Dokumente, Bücher und anderer schriftlicher Originale in Archiven und Bibliotheken. Mit dem Aktionsfonds der Notfallallianz Kultur fördert die Kulturstiftung der Länder präventive Maßnahmen, um Kulturgüter durch ein nachhaltiges Risiko- und Gefahrenmanagements in Krisen und Notfällen zu schützen.

Fürsprecherin der Kultur: Institutionelle Förderung

Im Auftrag der 16 Länder fördert die Stiftung bestimmte Interessensverbände der bildenden Kunst, der Literatur, des Theaters, der Übersetzerinnen und Übersetzer, der Musik und der Kunstwissenschaft. Dafür stehen der Stiftung zweckgebundene Mittel der Länder zur Verfügung. Eine Antragstellung auf institutionelle Förderung ist grundsätzlich nicht möglich.

Förderung von Künstlerinnen und Künstlern: Bewerbungsverfahren Auslandsstipendien der Bundesrepublik Deutschland

Seit 1996 betreut und organisiert die Kulturstiftung der Länder das Bewerbungs- und Auswahlverfahren der Auslandsstipendien für Künstlerinnen und Künstler der Bundesrepublik Deutschland für Aufenthalte in der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi in Olevano Romano, im Deutschen Studienzentrum in Venedig und in der Cité Internationale des Arts in Paris.

Laufende Projekte, Initiativen und befristete Förderprogramme

Kontaktstelle für Kulturgüter und menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in Deutschland

Am 16. Oktober 2019 haben Bund, Länder und die kommunalen Spitzenverbänden die Errichtung einer Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland beschlossen. Sie hat 2020 ihre Tätigkeit aufgenommen. Administrative und organisatorische Trägerin der Kontaktstelle ist die Kulturstiftung der Länder. Seit Herbst 2025 trägt sie einen neuen Namen. Die „Kontaktstelle für Kulturgüter und menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ ist seither auch die erste Anlaufstelle für Informationen über menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in Deutschland. Die Kontaktstelle richtet sich insbesondere an Personen und Institutionen aus den Herkunftsstaaten und Herkunftsgesellschaften. Zudem bietet sie Beratung auch für Einrichtungen in Deutschland an und vernetzt die relevanten Akteurinnen und Akteure miteinander. Gefördert vom Auswärtigen Amt und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien erarbeitet sie Handlungsempfehlungen für Museen und Sammlungen zum sensiblen und verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten.

PRISMA – Programm zur Stärkung der Diversität und kulturellen Teilhabe an Museen

Mit PRISMA unterstützt und begleitet die Kulturstiftung der Länder seit 2025 öffentlich getragene Museen aus ganz Deutschland auf ihrem Weg der diversitäts- und teilhabeorientierten Organisationsentwicklung. Das Programm knüpft an die abgeschlossenen Projekte „Neues Sammeln“ und „MitbeStimmungsorte“ an.

MAKURA – Online-Portal für kulturelle Bildung und Teilhabe

Seit 2023 gibt es das von der Kulturstiftung der Länder entwickelte und von der Mercator Stiftung geförderte Online-Portal für kulturelle Bildung in Deutschland MAKURA. Es bietet umfassende Informationen zu Projekten, Zahlen und Fakten zur kulturellen Bildung, verweist auf bundesweite wie lokale Anlaufstellen und bündelt aktuelle Diskurse, wissenschaftliche Erkenntnisse sowie kulturpolitische Themen. Neben kultureller Bildung präsentiert MAKURA auch Themen rund um kulturelle Teilhabe an Museen und Kulturgut bewahrenden Einrichtungen.

Notfallallianz Kultur

2021 wurde auf Initiative der Kulturstiftung der Länder die Notfallallianz Kultur gegründet. Sie ist ein gesamtgesellschaftliches Bündnis, das das Ziel hat, die Resilienz der Kultur in Krisen und Notfällen zu erhöhen. Partner dieser Allianz sind Ministerien und Behörden, Institutionen der Kulturförderung wie etwa Stiftungen, zivilgesellschaftliche Organisationen wie Verbände, Initiativen, Vereine sowie wissenschaftliche Einrichtungen. Kulturgut bewahrende Einrichtungen können bei der Kulturstiftung der Länder Anträge für Förderungen aus dem Aktionsfonds der Notfallallianz Kultur stellen.

Deutscher Preis für kulturelle Bildung: KULTURLICHTER – Deutscher Preis für kulturelle Bildung

2020 hat die Kulturstiftung der Länder gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien einen neuen Preis für digitale kulturelle Bildung ins Leben gerufen. Mit „KULTURLICHTER – Deutscher Preis für kulturelle Bildung“ werden Projekte und Projektideen ausgezeichnet und gefördert, die digitale Instrumente in der kulturellen Bildung und der Kulturvermittlung innovativ einsetzen.

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