Otto Dix, Bildnis der Kunsthändlerin Johanna Ey, 1924

12,00 

Anschrift der geförderten Einrichtung:
Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Hauptsitz
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Artikelnummer: PATRIMONIA NR. 392 (2018).
Kategorien: ,
Jahr: 2018
Künstler: Dix; Otto
Gattung: Malerei
Land: Nordrhein-Westfalen

Beschreibung

Der Dresdner Bürgerschreck Otto Dix entwickelte sich in Düsseldorf  vom expressiv-veristischen Maler zum neusachlichen Porträtisten. Im Kreis der rheinischen Avantgarde, der Künstlerbewegung „Junges Rheinland“ um Gert Wollheim, Otto Pankok, Max Ernst u. a. etablierte sich Dix als Virtuose der Charakterporträts. Johanna Ey gilt als die größte Unterstützerin der jungen Kreativen und gab Dix’ Karriere mit dem erstmaligen Verkauf seiner Kunst den benötigten Aufschwung. Das „Bildnis der Kunsthändlerin Johanna Ey“ ist ein Sinnbild seiner Anerkennung für die Galeristin: Zwischen robuster Lebensnähe und theatralisch-machtvoller Attitüde zeichnet der Künstler Johanna Ey, die als eine der einflussreichsten Kunsthändlerinnen der Weimarer Republik der rheinischen Avantgarde den Weg ebnete. Farben und Requisiten eines klassischen Herrscherbildnisses finden sich im Porträt der tatkräftigen Unterstützerin, der Dix damit auch ein Denkmal setzt. Erfreulich ist der nun dauerhafte Standort des Bildnisses in Düsseldorf, der Stadt, in der sich Dix und Ey zuerst begegneten – mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens Kunststiftung verbleibt das „Bildnis der Kunsthändlerin Johanna Ey“ in seiner Heimat.

Im vorliegenden Patrimonia Band erzählt die Stellvertretende künstlerische Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, Dr. Anette Kruszynski, über Dix entlarvende Charakterisierungen und seine Fähigkeiten Farben Menschen zuzuordnen. Ein Eindruck des Lebens und Schaffens des Künstlers und seiner Mäzenin geben Farbabbildungen sowie historischen Aufnahmen.