Felslandschaft mit einem Einsiedler, um 1822

8,00 

Anschrift der geförderten Einrichtung:
Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park & Schloß Branitz
Robinienweg 5
03042 Cottbus

vergriffen

Artikelnummer: PATRIMONIA NR. 351 (2010).
Kategorie:
Jahr: 2010
Künstler: Blechen; Carl
Land: Brandenburg
Gattung: Malerei

Beschreibung

Carl Blechens einfache Ölskizzen nach der Natur sind bekannt und beliebt, hat sich der Romantiker doch in den Worten Johann Gottfried Schadows als „unvergleichlicher Skizzierer“ einen Namen gemacht. Blechens neu entdecktes Frühwerk „Felslandschaft mit einem Einsiedler“ verrät jedoch, dass seine Anfänge klassisch waren und ihm als Mentor kein Geringerer als Karl Friedrich Schinkel diente. So ist sein um 1822 entstandenes Gemälde noch ganz dem Ideal des großen Malers und Architekten verpflichtet – die ideale Landschaft akademisch, der Pinselstrich nicht ganz spontan. Erste Eigenheiten des späteren Blechen lässt die „Felslandschaft mit einem Einsiedler“ dennoch erahnen: Noch anonym und ungereinigt war es Helmut Börsch-Supan ins Haus gebracht worden, doch die graue Eminenz für die Kunst um 1800 glaubte bald, ein „höchst ambitioniertes Frühwerk“ des Malers vor Augen zu haben.Auch Schinkel zeigte sich bald der Hang des jungen Blechen zur Spontaneität: „Beinah graulich“ war Schinkel zumute geworden, als er den Maler eine Ansicht Venedigs „mit meiner teuren Sepia“ auf ein Blatt Papier hatte werfen sehen, so perfekt war sie geglückt. Und das, obwohl Blechen die Lagunenstadt nie selbst betreten hatte. Kein Wunder, dass Schinkel ihn 1824 als Theatermaler vermitteln sollte und 1831 sogar als Leiter der Landschaftsklasse an die Akademie.Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum im brandenburgischen Cottbus, wo man 1913 mit dem Aufbau einer großen Sammlung von Werken des gebürtigen Cottbussers Blechen begann, hat die „Felslandschaft mit einem Einsiedler“ nun erworben. Zu sehen ist das Gemälde von nun an in Pücklers Schloss Branitz, gebettet in den berühmten Garten: Romantische Landschaft trifft romantischen Park.