Ausstellungsförderung

Antoine Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg zeigt im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg in Berlin ab dem 9. Oktober die Ausstellung „Antoine Watteau. Kunst – Markt – Gewerbe“. Anlässlich des 300. Todestages von Antoine Watteau thematisiert die Schau Strategien des Kunstmarktes im 18. Jahrhundert. Die Kulturstiftung der Länder unterstützt das Ausstellungsprojekt mit 100.000 Euro.

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Antoine Watteau ist vor allem für die von ihm eingeführten sogenannten „fêtes galantes“ bekannt: Elegant gekleidete Damen, die vornehme Gesellschaft im Freien, begleitet von Musik und Tanz in grüner Natur. Im Mittelpunkt der Schau steht das Gemälde „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“ (1720/1721): Einen besonderen Fokus setzt die Ausstellung aber auf den Kunsthandel, das Sammeln von Kunst und ihre Vermarktung, sowie die intellektuelle Auseinandersetzung mit Kunst. Das „Ladenschild“ gilt als Meister- und Schlüsselwerk, es diente als Werbemedium des Kunsthandels in Paris. Auch schlägt es eine Brücke zwischen Watteaus Verhältnis zum Kunstmarkt und seinen eigenen Werken.

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Zentral neben der Werken Watteaus werden auch die Kunsthändler und -sammler Edme-François Gersaint (1694-1750) und Jean de Jullienne (1686-1766) vorgestellt. Beide Watteau-Förderer machten es sich zur Aufgabe, sämtliche Gemälde des französischen Malers druckgrafisch zu reproduzieren und zu verkaufen. Diese Reproduktionen waren Vorlagen für die Gestaltung von Porzellan, Tapeten, Wanddekorationen und weiteren kunstgewerblichen Objekten in ganz Europa. Watteau erhielt durch die reproduzierten Grafiken als erster Künstler posthum ein illustriertes Werkverzeichnis.

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Neben den Hauptwerken „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“ und „Einschiffung nach Cythera“ zeigt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die nach dem Louvre in Paris die bedeutendste Watteau Sammlung der Welt beherbergt, einige wichtige Werke im Schloss Charlottenburg und Sanssouci. Watteaus Einfluss auf das Kunstgewerbe wird an Objekten wie Fächern, Schuhen oder Porzellan verdeutlicht. Begleitet wird die Schau mit einem Multimediaguide.

Weitere Förderer: Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Neustart Kultur, Land Brandenburg, Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband auf Deutsch und Französisch.