Das Museum Ostwall im Dortmunder U zeigt vom 27. März bis zum 26. Juni 2026 „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“. Vertreten sind zahlreiche künstlerische Arbeiten ab den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Die Kulturstiftung der Länder fördert die Schau mit 36.855 Euro.
Dazu Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder: „Die Ausstellung macht sichtbar, wie Künstlerinnen und Künstler seit Jahrzehnten gesellschaftliche und ökologische Fragen reflektieren. Indem das Museum Ostwall historische Werke und aktuelle Ansätze zusammenführt, vermittelt es ein Thema von globaler Relevanz mit den Mitteln der Kunst.“
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Im Podcast spricht der Kurator Michael Griff über die Ausstellung „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“ im Museum Ostwall im Dortmunder U. Abb.: Krištof Kintera (*1973), Postnaturalia, 2016-2017, Mixed-Media Installation, © Krištof Kintera, Foto: Krištof Kintera
Ausgehend von den eigenen Sammlungsbeständen zu Nouveau Réalisme, Fluxus und der Aktionskunst sowie zeitgenössischen Positionen thematisiert das Museum Ostwall im Dortmunder U die globalen Wege der Abfallwirtschaft. Die Ausstellung zeigt, wie sich Künstlerinnen und Künstler seit den 1960er-Jahren vermeintlich nutzlos gewordene Materialien aneignen und in ihren Werken soziale, ökologische und politische Fragestellungen behandeln.
Zu sehen sind u. a. vier Siebdruckarbeiten zu der Aktion „Situation Schackstraße“ (1969) von HA Schult (*1939), bei der der Künstler mehrere Tonnen Abfall auf eine Münchener Straße kippen ließ, um das bisweilen verdrängte Problem von Umweltverschmutzung ins gesellschaftliche Bewusstsein zu rücken. Die Landart-Künstlerin Nancy Holt (1938–2014) entwarf Mitte der 1980er Jahre einen Plan zur Umwandlung einer Mülldeponie in New Jersey in ein parkähnliches, begehbares Kunstwerk. In Dortmund werden die Entwürfe des unvollendeten Projekts präsentiert. Andere der zeitgenössischen Arbeiten in der Ausstellung thematisieren langfristige Auswirkungen des Kolonialismus und Wege der Abfallwirtschaft im globalen Süden. Der ghanaische Künstler Akwasi Bediako Afrane (*1990) zeigt eine eigens für das Museum Ostwall entwickelte Installation aus Elektroschrott, die an eine dystopische Science-Fiction-Stadt erinnert. Sie ist für die Besucherinnen und Besucher mittels VR-Brillen erlebbar.
Die Ausstellung macht soziale Ungleichheit und Umweltzerstörung als Kehrseite von Wohlstand und Konsumkultur greifbar. Weitere vertretene Künstlerinnen und Künstler sind u. a. Ana Alenso, Arman, Karimah Ashadus, Kader Attia, H. R. Decker, Dieter Roth und Klaus Staeck.
Am 11. Juni 2026 findet im Museum Ostwall ein Symposium statt, das sich mit der Auseinandersetzung mit Müll in der modernen und zeitgenössischen Kunst beschäftigt.
Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls
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Museum Ostwall im Dortmunder U
Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmund
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 11–18 Uhr, Donnerstag und Freitag 11–20 Uhr