Drei Personen, ein Mann hält Preis in die Höhe
KULTURLICHTER

KULTURLICHTER – Preis des Publikums 2023/24

Die Nominierten für den „Preis des Publikums“

„Opernglas war gestern – MSY goes VR“, Münchner Symphoniker (Gewinner)

Die Münchner Symphoniker möchten ihre Musik und Leidenschaft einem breiten Publikum unabhängig von Ort, Zeit und Alter außerhalb des Konzertsaals nahebringen. Durch die Möglichkeiten der VR-Technologie wird das Orchester in seiner Arbeit, Vision und seinem musikalischen Verständnis überall in einer sinnlichen Erfahrung erlebbar gemacht und Teilnehmer:innen können unkompliziert in die virtuelle Welt eintauchen. Mittels mobiler Stationen werden die Inhalte in den öffentlichen Raum gebracht. Der Fokus liegt auf der Vermittlung von klassischer Musik und dem hautnahen Miterleben des musikalischen Schaffungsprozesses. Die Idee wurde bereits in dem Pilotprojekt „Das Lied der Räume“ erprobt und soll nun durch Vermittlungsinhalte erweitert werden.

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„Breaking the Wave“, THE BEAUTIFUL MINDS e. V., Bonn

„Breaking the Wave“ erforscht in einem analog-digitalen Spiel, wie eine effektive Gegenbewegung in Anbetracht von Radikalisierungstendenzen formiert werden kann. Da extremistische Gruppen häufig Online-Subkulturen nutzen, um Menschen zu rekrutieren, zielt „Breaking the Wave“ darauf ab, diese digitalen Räume zurückzugewinnen und so Radikalisierung entgegenzuwirken. Die Teilnehmer:innen bringen persönliche Geschichten aus ihren speziellen Lebenswirklichkeiten ein und gestalten so die Performances maßgeblich mit. Im Zentrum steht das Erproben neuer ästhetischer Formen, die sich mit der Dialektik der „inszenierten Authentizität“ und innovativer Formate für das Publikum auseinandersetzen. Der Verein „The Beautiful Minds e.V.“ konzentriert sich in seiner Arbeit auf partizipative Theaterarbeit mit den Expert:innen des Alltags.

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„Code und Charakter: Break the binary code with digital puppets!“, no strings attached e. V., Leipzig

Der Verein „no strings attached e. V.“ kombiniert in einem hybriden Theatersport-Projekt Elemente des digitalen Puppenspiels mit modernen Gaming-Technologien, um ein interaktives Erlebnis zu schaffen, das Geschlechteridentität und – rollen erforscht. Wie finde ich meine Geschlechtsidentität? Wie beeinflusst sie Handeln und Reaktionen meiner Mitmenschen? Die Teilnehmer:innen erstellen digitale Puppen und improvisieren Szenen mit ihnen. Die Szenen lassen sich nicht nur wiedergeben, sondern auch mit vertauschten Dialogen und Figuren wiedergeben. Subtile Mechanismen der Geschlechterzuschreibung werden auf diese Weise erlebbar.

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