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Grundlage

Am 16. Oktober 2019 wurde die Einrichtung einer „Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ beschlossen. Darauf einigten sich die Staatsministerin des Bundes für Kultur und Medien, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt für internationale Kulturpolitik, die Kulturministerinnen und Kulturminister, die Kultursenatorinnen und -senatoren der Länder sowie die Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Spitzenverbände. Damit wird ein zentraler Inhalt der „Ersten Eckpunkte zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ umgesetzt.

Am 14. Oktober 2025 haben der Staatsminister des Bundes für Kultur und Medien, die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, die Kulturministerinnen und Kulturminister der Länder sowie die kommunalen Spitzenverbände die „Gemeinsamen Leitlinien zum Umgang mit Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten“ verabschiedet. Die Leitlinien bauen auf den „Ersten Eckpunkten zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ auf. Entsprechend den Gemeinsamen Leitlinien führt auch die Kontaktstelle unter dem Namen „Kontaktstelle für Kulturgüter und menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ ihre Arbeit fort.

Trägerschaft & Finanzierung

Die Kulturstiftung der Länder ist administrativer und organisatorischer Träger der „Kontaktstelle für Kulturgüter und menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in Deutschland“ im Verbund mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, der Agentur für Internationale Museumskooperationen und den kommunalen Spitzenverbänden. Die Kontaktstelle wurde seit ihrer Einrichtung bis 2022 je zur Hälfte von den Ländern und dem Bund finanziert. Seit 2023 wird die Kontaktstelle ausschließlich von den Ländern finanziert. Derzeit führt die Kontaktstelle zwei Projekte zum Umgang mit menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten durch. Sie werden vom Auswärtigen Amt und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert.

Aufgaben

Die Kontaktstelle richtet sich insbesondere an Personen und Institutionen aus den Herkunftsstaaten und Herkunftsgesellschaften. Sie ist die erste Anlaufstelle für alle Fragen zu Sammlungsgut und menschliche Überreste aus kolonialen Kontexten in Deutschland. Dabei erfüllt sie im Wesentlichen folgende Aufgaben:

  • Information und Beratung zu Sammlungsgut und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten in Deutschland und verwandten Themen
  • Einzelfallbezogene Weiterleitung von Anfragen
  • Vernetzung von Personen und Institutionen sowie Aufbau von Netzwerken
  • Sammlung, Strukturierung, Dokumentation, Veröffentlichung und statistische Auswertung von Daten und Informationen
  • Unterstützung der Bund-Länder Arbeitsgruppe zum Umgang mit Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten bei der Konkretisierung und Weiterentwicklung der in den „Gemeinsamen Leitlinien“ festgelegten Handlungsfelder und Ziele

Gremien

Als ihr zentrales Steuerungs- und Aufsichtsgremium legt die Bund-Länder-AG die inhaltlichen Schwerpunkte und strategischen Ziele der Aufgaben der Kontaktstelle fest.

Klicken Sie hier, um das ausführliche Konzept für die Errichtung und Ausgestaltung einer Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland zu lesen.