Den Kernbestand der Sammlung Alte Meister der Hamburger Kunsthalle bildet die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts, darunter Werke von, Pieter de Hooch, Gerard ter Borch, Jan Steen und David Teniers. Der Bestand entwickelte sich entlang des Interesses der Hamburger Bürgerschaft für die niederländische Kunst. Die Hamburger Bürgerschaft empfand eine besondere Verbundenheit zur ähnlichen, nahezu verwandten protestantischen Republik der Seefahrer und Kaufleute. In der Ausstellung werden rund 150 Exponate gezeigt – Gemälde, Graphiken, Fotografien, Videokunst und Zeichnungen sowohl aus dem Bestand der Kunsthalle als auch Leihgaben von anderen Museen.

Das 17. Jahrhundert ist eine der facettenreichsten Epochen der europäischen Kunstgeschichte. Auch die niederländische Malerei erfuhr in dieser Epoche zahlreiche Veränderungen und Neuerungen. Die Schau zeichnet diese Entwicklungen anhand unterschiedlicher Schaffensperioden und sich verändernder Bildthemen der Künstler nach.

Die Ausstellung macht es sich zur Aufgabe, die Kunst erfahrbar zu machen und unter heutigen Fragestellungen zu präsentieren.  So legt die Schau auch einen Schwerpunkt auf die soziokulturellen und politischen Hintergründe der niederländischen Gesellschaft, die die Künstler abbildeten. Ergänzt werden die Werke durch die alltäglichen Beobachtungen von Lars Eidinger in Form von Videoarbeiten und Fotografien. Stefan Marx´ bringt mit Schriftbildern seine individuellen Erfahrungen des Alltags zum Ausdruck.

Der Bestand der Hamburger Kunsthalle steht zugleich stellvertretend für die Geschichte des privaten und institutionellen Sammelns in Deutschland – auch diese Entwicklung wird in der Ausstellung thematisiert.

Weitere Förderer: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Hubertus Wald Stiftung, Dorit & Alexander Otto Stiftung, Ernst von Siemens Kunststiftung, Botschaft des Königreichs der Niederlande in Berlin