Aufgaben
Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung
Die Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung am Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat die Aufgabe, Museen, Bibliotheken, Archive und andere öffentlich unterhaltene Kulturgut bewahrende Einrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland bei der Identifizierung von Kulturgütern in ihren Sammlungen und Beständen zu unterstützen, die während der Zeit des Nationalsozialismus den rechtmäßigen Eigentümern entzogen wurden. Die Kulturstiftung der Länder hat sich in den letzten Jahren verstärkt dem Thema Provenienzforschung und der Lösung von Restitutionsfällen gewidmet. Denn die Aufarbeitung ihrer Sammlungsgeschichte hat auch die deutschen Museen immer häufiger beschäftigt. Enteignungen und Zwangsverkäufe aus jüdischen Sammlungen im Dritten Reich führten zu zahlreichen Restitutionsfällen, die oftmals mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder zu einer ausgleichenden Lösung fanden.
Einzelne Rechercheprojekte und systematische Erforschung
Gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, wurde die „Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung“ ins Leben gerufen. Museen, Bibliotheken und Archive erhalten hier die nötigen Mittel, um sowohl einzelne Rechercheprojekte als auch die systematische Erforschung ihrer Sammlungsbestände voranzutreiben. Zudem ist es die Aufgabe der Arbeitsstelle, die Provenienzforschung in Deutschland besser zu vernetzen sowie bei Koordinierungs- und fachübergreifenden Fragen zu beraten. Die Kulturstiftung der Länder finanziert die Geschäftsstelle, die Bundesregierung stellt die Mittel für die Forschung vor Ort in den Museen bereit.
Kontakt
Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/-forschung
beim Institut für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin
Dr. Uwe Hartmann
Leitung
Bodestraße 1-3
10178 Berlin
Telefon: 030/2090 6211/15
Fax: 030/2090 6216
> E-Mail
> www.smb.museum/provenienzforschung
