Ausstellungsförderung

Raumpionier Fontane – fontane.200

„fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten“ lädt ein, Brandenburg durch die Augen von Theodor Fontane (1819-1898) kennenzulernen. Die Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte (HBPG) in Potsdam ist Teil des Themenjahres Kulturland Brandenburg 2019. Die Kulturstiftung der Länder hat die Ausstellung mit 100.000 Euro gefördert.

In Brandenburg sind die Einflüsse Theodor Fontanes auf die Wahrnehmung des Landes und der Landschaft nicht zu übersehen. In seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ schreibt er von seinen Begegnungen mit Land, Geschichte und Leuten – in ähnlicher Weise, wie er es zuvor in Schottland getan hatte. Fontane formte aus seinen Erkundungen einzelne „Reisefeuilletons“, die er in den vier Bänden seiner „Wanderungen“ zusammenstellte. Er trug damit zur brandenburgischen Identität bei. Die Ausstellung „fontane.200/Brandenburg – Bilder und Geschichten“ macht diese Erzählungen sinnfällig und gibt darüber hinaus Besucherinnen und Besuchern einen Einblick in die Arbeitsweise des Autors.

Blick in die Ausstellung "fontane.200/Brandenburg. Bilder und Geschichten", Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte; Potsdam; © Foto: Lorenz Kienzle
Blick in die Ausstellung „fontane.200/Brandenburg. Bilder und Geschichten“, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte; Potsdam; © Foto: Lorenz Kienzle

Im nachgestellten Arbeitszimmer können Besucherinnen und Besucher an 17 Stationen rund um den inszenierten „Schreibtisch“ ausgewählte Orte aus Fontanes „Wanderungen“ erkunden. Auf der Reise durch Walchow, Werneuchen, Garz oder Friedersdorf geht es um Geschichten von Hinrichtungen, Kunstsammlungen oder vergifteten Birnen. Je eine Persönlichkeit oder ein besonderer Gegenstand steht jeweils in deren Zentrum.

Anhand von Arbeitsgeräten, Textentwürfen, Überarbeitungen und Sammelmappen gibt die Ausstellung auch einen Einblick in die Arbeitsweise von Fontane. Drei Jahrzehnte lang hat er insgesamt an seinen „Wanderungen“ gearbeitet, währenddessen gekürzt, korrigiert und ständig erweitert. Die vielen Notizen, Randbemerkungen, Durchstreichungen und
Einklebungen lassen seinen Schreibprozess sichtbar werden. Der Titel der Ausstellung „Bilder und Geschichten“ stammt von Fontane selbst und betitelte einzelne Kapitel seiner „Wanderungen“, die in Zeitschriften vorabgedruckt wurden.

Blick in die Ausstellung "fontane.200/Brandenburg. Bilder und Geschichten", Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte; Potsdam; © Foto: Lorenz Kienzle
Blick in die Ausstellung „fontane.200/Brandenburg. Bilder und Geschichten“, Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte; Potsdam; © Foto: Lorenz Kienzle

Zum 200. Geburtstag würdigt das Land Brandenburg Theodor Fontane unter dem Motto „fontane.200“. Die Ausstellung im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte ist eine von sechs Programmsäulen des Fontane Jahres, das sich über das ganze Land Brandenburg erstreckt. Das Fontanejahr 2019 bietet neben der Sonderausstellung im HBPG und der Leitausstellung fontane.200/Autor im Museum Neuruppin ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm und vielfältige Vermittlungsangebote. Dazu gehört unter anderem fontane.200/Online – eine digitale Ausstellung, die beide großen Sonderausstellungen im Internet zur Verfügung stellt und so einen zusätzlichen Raum für neue Zugänge und Partizipationsmöglichkeiten eröffnet.

Weitere Förderer: Ministerium für Wirtschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Rudolf-August Oetker-Stiftung, Friede Springer Stiftung, Stiftung Preußische Seehandlung, Freundeskreis des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte