32 Stichvorlagen von Werken Johannes Brahms‘

13,00 

Anschrift der geförderten Einrichtung:
Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck
Königstraße 42
23552 Lübeck

Artikelnummer: PATRIMONIA NR. 107 (1995).
Kategorie:
Jahr: 1995
Künstler: Brahms; Johannes
Gattung: Musik
Land: Schleswig-Holstein

Beschreibung

Zu den Eigenheiten des Komponisten Johannes Brahms (1833-1897) gehörte es, seine Originalmanuskripte und Entwürfe zu vernichten. Somit stellen die Kopistenabschriften, die als Stichvorlagen dienten, meist die einzigen authentischen Quellen dar. Die Abschriften wurden vor Drucklegung von Brahms überarbeitet und häufig stark korrigiert bzw. um ganze Notenzusätze ergänzt. Damit sind die von Brahms revidierten Stichvorlagen die einzigen Manuskripte, denen der Charakter von Autographen beizumessen ist. Aus dem Nachlaß des Brahms-Verlegers Fritz Simrock stammen die 32 Stichvorlagen und Abschriften, denen ein immenser Wert für die Brahms Forschung zukommt, da es sich bei den Notenblättern um Schriften handelt, die im 1984 erschienenen Werkverzeichnis zu Brahms als verschollen bezeichnet oder gar nicht aufgeführt sind. Bei dem Konvoltut handelt es sich um folgende Kompositionen: Serenade Nr. 2 A-Dur op.16 in zwei unterschiedlichen Fassungen, Streichsextett Nr. 1 B-Dur op. 18, An eine Äolsharfe op. 19 Nr. 5, Streichsextett Nr. 2 G-Dur op. 36, Die Kränze und Die Schale der Vergessenheit op. 46 Nr. 1 und 3, Liebesglut, Sonntag und Die Liebende schreibt op. 47 Nr. 2, 3 und 5, Der Gang zum Liebchen, Trost in Tränen und Vergangen ist mir Glück und Heil op. 48 Nr. 1, 5 und 6, Streichquartett Nr. 1 c-Moll op. 51 Nr. 1, Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 51 Nr. 2, Schicksalslied op. 54, Triumphlied op. 55, vier Duette für Sopran und Alt mit Klavier op. 61, sieben Lieder für gemischten Chor op. 62, Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68, neun Lieder und Gesänge op. 69 in zwei unterschiedlichen Vorlagen, vier Gesänge op. 70 in zwei unterschiedlichen Vorlagen, fünf Gesänge op. 71 und op. 72 in je zwei unterschiedlichen Vorlagen, zwei Motetten op. 74, Balladen und Romanzen für zwei Singstimmen mit Pionoforte op. 75, Gesang der Parzen op. 89 in zwei unterschiedlichen Abschriften, zwei Gesänge für eine Altstimme mit Bratsche und Pianoforte op. 91, vier Quartette für Sopran, Alt, Tenor und Baß für Pioanoforte op. 92, sechs Lieder und Romanzen für vierstimmigen gemischten Chor a capella op. 93 a, Tafellied für sechsstimmigen gemischten Chor mit Pionoforte op. 93 b und Vier erste Gesänge op. 121. Das Brahms-Institut, dessen Gründung 1990 mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder erfolgte, war schon dreimal beim Ankauf von Unterlagen für das Institut unterstützt worden: Die Sammlung Hofmann (Patrimonia 18); Johannes Brahms, Klavierquartett Nr. 2 A-Dur op. 26, Autograph (Patrimonia 53), sowie Johannes Brahms Ein deutsches Requiem – Stichvorlage des Klavierauszuges (Patrimonia 80).Die Erwerbung des Konvoluts wurde durch die Kulturstiftung der Länder, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, die Possehl-Stiftung und die Sparkasse Lübeck ermöglicht.