Podiumsdiskussion
Schriftliches Kulturgut erhalten

„Originale erhalten: Demokratie sichern“ – KEK-Jahrestagung

In der Staatsbibliothek zu Berlin diskutierten Expertinnen und Experten aus Kultur, Wissenschaft und Politik darüber, welche Bedeutung der Erhalt schriftlicher Originale für eine demokratische Gesellschaft hat

Die Jahrestagung der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) am 8. Oktober 2026 stand unter dem Motto „Originale erhalten: Demokratie sichern“. In der Staatsbibliothek zu Berlin diskutierten Expertinnen und Experten aus Kultur, Wissenschaft und Politik darüber, welche Bedeutung der Erhalt schriftlicher Originale für eine demokratische Gesellschaft hat.

Dazu Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder: „Eine demokratische Gesellschaft hat ein besonderes Interesse daran, ihre eigene Geschichte nicht nur erzählt zu bekommen, sondern sie – immer wieder neu – prüfen zu können. Sie braucht Institutionen, die Originalquellen bewahren, zugänglich machen und für die erneute Befragung offenhalten. Genau dazu leistet die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts einen wichtigen Beitrag.“

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Grußwort von Dr. Christine Regus zur KEK-Jahrestagung 2026

Transkript lesen

In Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen ging es um die politische und gesellschaftliche Relevanz des Erhalts schriftlicher Originalquellen. Denn sie bilden die Grundlage für quellen- und faktenbasierte Forschung und ermöglichen die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte. Originalquellen helfen, historischer Relativierung oder der politischen Vereinnahmung der Vergangenheit entgegenzutreten. In den Vorträgen ging es u. a. um den Umgang mit historischem Propagandamaterial im Kontext des Kolonialismus, um die Konservierung von DDR-Schriftgut im Landesarchiv Sachsen-Anhalt oder um Bildungsmedien als Zeugnisse der Demokratiegeschichte.

Die KEK koordiniert seit 2011 bundesweit Maßnahmen zum Erhalt des schriftlichen Kulturerbes und unterstützt Archive, Bibliotheken und kulturgutbewahrende Einrichtungen bei der Sicherung gefährdeter Bestände. Sie ist an der Stiftung Preußischer Kulturbesitz eingerichtet und wird gemeinsam vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Ländergemeinschaft über die Kulturstiftung der Länder finanziert.

Mehr zum Programm

Mit Klick auf [„Video starten“] stimmen Sie zu, dass [YouTube] Cookies setzt und personenbezogene Daten erhebt, welche ggf. in Drittländer übertragen werden, die kein mit der EU vergleichbares Datenschutzniveau aufweisen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.