Zeitplan des nationales Auswahlverfahrens

Das zweistufige Auswahlverfahren startet mit der Ausschreibung in dem jeweiligen Land spätestens sechs Jahre vor dem Veranstaltungsjahr. Am 24. September 2018 beginnt in Deutschland die Ausschreibung um die europäische Kulturhauptstadt 2025.

Knapp vier Wochen später werden alle potentiellen Bewerberstädte und die interessierte Öffentlichkeit nach Berlin zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Die Veranstaltung wird einen öffentlichen und einen nicht öffentlichen Teil beinhalten.

Bis Herbst 2019 haben alle interessierten Städte Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen bei der Kulturstiftung der Länder einzureichen. Sie nimmt die Bewerbungsunterlagen aller deutschen Städte entgegen und leitet diese weiter an die europäische Expertenjury.

Der Auswahlprozess findet in zwei Phasen statt: einer Vorauswahl und der Endauswahl. Die Auswahl trifft eine unabhängige Expertenjury, deren Zusammensetzung einige Tage vor der Vorauswahlsitzung bekannt gegeben wird. Zehn europäische Expertinnen und Experten werden von den Organen und Einrichtungen der Europäischen Union benannt. Zudem nominieren der Bund und die Länder je einen nationalen Experten in Deutschland.

Die Expertenjury entscheidet in der Vorauswahl zwischen allen deutschen Städten, die sich um die Kulturhauptstadt Europas 2025 bewerben. Am Ende der Vorauswahl benennt die Jury einige deutsche Städte (Shortlist-Kandidaten), die die Möglichkeit erhalten, Ihre Bewerbung in detaillierterer Form auszuarbeiten. Für die Überarbeitung der Bewerbungsunterlagen haben die auserwählten Städte Zeit bis zum Sommer 2020.

Die finale Auswahlsitzung der Expertenjury findet im Herbst 2020 statt. Bis Ende 2020 wird die nächste deutsche Kulturhauptstadt Europas formell durch die Kultusminsterkonferenz im Benehmen mit der Beauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien ernannt.

Zwischen der Ernennung und dem Start des Titeljahres findet die Monitoring-Phase statt. Das Expertengremium, das von der Europäischen Kommission unterstützt wird, berät und steht der ernannten Kulturhauptstadt während dieser vier Jahre zur Seite. Am Ende der Monitoring-Phase entscheidet das Gremium darüber, ob es die Empfehlung an die Europäische Kommission ausspricht und den Melina Mercouri Preis – in Höhe von 1,5 Millionen Euro – empfiehlt auszuzahlen.