Sammlungen
Ein Museum ist eine Institution, die – laut aktueller Definition des Internationalen Museumsrates ICOM – „materielles und immaterielles Erbe erforscht, sammelt, bewahrt, interpretiert und ausstellt“. Für die Beantwortung der Frage, was Museen sammeln (wollen) und ausstellen – und wer darüber bestimmt –, bietet ein weiterer Satz aus dieser Definition Orientierung: „Öffentlich zugänglich, barrierefrei und inklusiv, fördern Museen Diversität und Nachhaltigkeit. Sie arbeiten und kommunizieren ethisch, professionell und partizipativ mit Communities.“ Das sind Handlungsmaximen, die Museen unterschiedlich interpretieren und umsetzen – im Dialog mit Stadtgesellschaften oder Bürgerbeiräten, durch kritische Sichtung ihrer Sammlungen im Hinblick auf fehlende oder übersehene Positionen, indem sie den Kanon infrage stellen oder Entscheidungshoheit abgeben. Handlungsmaximen, die darauf zielen, dass Museen Orte der Vermittlung und Aushandlung sind und bleiben – Orte, die jeden etwas angehen wollen und sollen.