Das Landesmuseum Mainz widmet Max Slevogt (1868–1932), einem der führenden deutschen Impressionisten, eine Ausstellung, die seine intensive Zusammenarbeit mit dem Verleger Bruno Cassirer (1872–1941) beleuchtet. Die Schau „Auf zu neuen Werken!“ wird anschließend im Saarlandmuseum – Moderne Galerie in Saarbrücken zu sehen sein. Die Kulturstiftung der Länder fördert die beiden Ausstellungen mit insgesamt 70.300 Euro.
Dazu Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder: „Es ist längst überfällig, dass die fruchtbare Zusammenarbeit von Max Slevogt und Bruno Cassirer in der Tiefe erforscht und der Öffentlichkeit vermittelt wird. Ich bin überzeugt davon, dass diese Ausstellung unser Verständnis des Berliner Kulturlebens im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts maßgeblich bereichern wird.“
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Im Zentrum der Ausstellung steht Slevogts Werk im Bereich der Illustration und Grafik. In Zusammenarbeit mit Bruno Cassirer, einem der einflussreichsten deutschen Verleger des frühen 20. Jahrhunderts, realisierte er 51 Illustrationsprojekte. In Vorbereitung der Ausstellung wurde der umfangreiche Briefwechsel aus der Pfälzischen Landesbibliothek in Speyer und dem Saarlandmuseum Saarbrücken – Moderne Galerie erstmals wissenschaftlich erschlossen. Auf Basis dieses und weiteren Quellenmaterials thematisiert die Schau die Beziehung dieser beiden bedeutenden Protagonisten der Berliner Kulturszene des frühen 20. Jahrhunderts und ihre Netzwerke. Gezeigt werden auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Arbeiten aus dem grafischen Nachlass Slevogts, die sich in der Sammlung des Landesmuseums Mainz befinden, die darüber hinaus den umfangreichsten Bestand an Werken des Wahlpfälzers verwahrt.
Bruno Cassirer betrieb ab 1898 in Berlin gemeinsam mit seinem Cousin, dem Kunsthändler Paul Cassirer (1871–1926), die „Bruno & Paul Cassirer, Kunst- und Verlagsanstalt“. Dort wurden die Werke der in der „Berliner Sezession“ zusammengeschlossenen Künstler ausgestellt, verkauft und publiziert. Slevogt war ab 1899 Mitglied der Berliner Sezession und zeitweise auch in deren Vorstand tätig. Aufgrund persönlicher Differenzen kam es 1901 zur Trennung der Cousins; Bruno Cassirer übernahm die Verlagsgeschäfte und etablierte den bedeutendsten deutschen Kunstverlag seiner Epoche, dessen Publikationen sich durch eine besondere Qualität von Druck und Illustration auszeichneten. Die Kooperation mit Cassirer, der auch die Zeitschrift „Kunst und Künstler“ herausgab, die regelmäßig Werke von Slevogt publizierte, hatte maßgeblichen Einfluss auf den Erfolg des Künstlers.
Die Ausstellung ist ab 27. November 2025 im Landesmuseum Mainz zu sehen, ab 28. März 2026 im Saarlandmuseum – Moderne Galerie, Saarbrücken. Außerdem wird sie ab dem 3. Oktober 2026 in der Liebermann-Villa am Wannsee in Berlin gezeigt.
Auf zu neuen Werken! – Max Slevogt und sein Verleger Bruno Cassirer
27. November 2025 – 08. März 2026
Landesmuseum Mainz
Große Bleiche 49–51, 55116 Mainz
Öffnungszeiten: Dienstag 10–20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag 10–17 Uhr
https://www.landesmuseum-mainz.de/