Landschaftsgemälde
AUSSTELLUNGSFÖRDERUNG

Landschaftsmalerei von Tina Blau im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt mit „Tina Blau. Im Freien“ die erste große Werkschau der österreichischen Pionierin der Freilichtmalerei seit über einhundert Jahren

Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt vom 31. Januar bis 25. Mai 2026 mit „Tina Blau. Im Freien“ die erste große Werkschau der österreichischen Pionierin der Freilichtmalerei seit über einhundert Jahren. Obwohl Tina Blau (1845–1916) zu Lebzeiten – auch in Deutschland – große Erfolge feierte, ist sie heute außerhalb Österreichs weitgehend unbekannt. Die Kulturstiftung der Länder fördert die Ausstellung mit 66.500 Euro.

Dazu Dr. Christine Regus, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder: „Tina Blau war zu Lebzeiten sehr erfolgreich und wurde dennoch, wie viele Künstlerinnen, von der Kunstgeschichtsschreibung vergessen. Mit der Ausstellung im Museum Pfalzgalerie soll dieser bedeutenden Vertreterin der österreichischen Landschaftsmalerei am Übergang zur Moderne wieder Sichtbarkeit verliehen werden – gerade auch in Deutschland, wo sie viele Jahre lebte und arbeitete. Dieses Anliegen möchte die Kulturstiftung der Länder unbedingt unterstützen.“

Tina Blau nahm schon in jungen Jahren privaten Malunterricht in ihrer Geburtsstadt Wien. Von 1869 bis 1873 hielt sie sich in München auf und besuchte die Malschule des Historienmalers Wilhelm Lindenschmit des Jüngeren (1829–1895). Dort knüpfte sie Kontakte in die lokale Kunstszene.

1884 zog sie nach der Heirat mit dem Maler Heinrich Lang (1838–1891) dauerhaft nach München. Tina Blau lehrte an der Damenakademie des Münchner Künstlerinnen-Vereins. Dort wurde Frauen eine künstlerische Ausbildung ermöglicht, da sie nicht für das Studium an einer Kunstakademie zugelassen waren. 1890 widmete der Münchner Kunstverein ihr eine große Ausstellung, die anschließend nach Berlin, Dresden, Düsseldorf, Hamburg und Leipzig wanderte. Ihre Landschaftsgemälde wurden auch auf den Weltausstellungen in Antwerpen (1885), Paris (1889) und Chicago (1893) präsentiert. Nachdem ihr Ehemann verstorben war, kehrte Tina Blau 1894 nach Wien zurück.

Zu den Sammlern ihrer Werke gehörte der pfälzische Unternehmer und Kunstberater des bayerischen Königs Joseph Benzino (1819–1893). Er schenkte seine Sammlung 1903 dem Museum Pfalzgalerie. So gelangte „Apriltag im Prater“ (1889), eines der Hauptwerke von Tina Blau, nach Kaiserslautern. Es ist nun neben rund 50 Leihgaben aus Österreich, Deutschland und den USA in der aktuellen Ausstellung zu sehen. Der Wiener Prater ist eines der häufigsten Sujets ihrer Bilder, die sie „en plein air“, also vor Ort im Freien malte. Auf dem Gelände des Landschaftsparks unterhielt sie zeitweilig ein Atelier. Viele weitere Gemälde entstanden auf Studienreisen, u. a. in Italien, Frankreich und den Niederlanden. Sie zeigen überwiegend Stadt- und Parkansichten, in denen die Malerin Atmosphäre und Lichtverhältnisse einfängt. Eine umfassende Publikation begleitet die Ausstellung. Sie soll dazu beitragen, Tina Blau wieder den ihr gebührenden Platz in der Kunstgeschichte der frühen Moderne zu geben.

Tina Blau. Im Freien.
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Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
Museumsplatz 1, 67657 Kaiserslautern
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr, Donnerstag 11–20 Uhr

https://mpk.de/

 

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