Erwerbungsförderung

Kulturstiftung der Länder fördert Tagung zu Nachhaltiger Kulturpolitik

Die Akademie der Kulturellen Bildung veranstaltet am 24. und 25. Mai 2022 in Remscheid die Tagung „Nachhaltige Kulturpolitik – demokratiebildend, global und generationengerecht?“ Schwerpunkt der Tagung ist die „Porto Santo Charter“ zur Erneuerung der öffentlichen Kultur- und Bildungspolitik der Europäischen Union, sie wird von der Akademie der Kulturellen Bildung mit Unterstützung des European Network of Observatories in the Field of Arts and Cultural Education (ENO) und der Kulturstiftung der Länder veranstaltet. Die Kulturstiftung der Länder fördert die Tagung mit rund 23.000 Euro.

Dazu Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „Die Tagung zu Nachhaltiger Kulturpolitik der Akademie der Kulturellen Bildung knüpft nahtlos an die Tagung zu kultureller Bildung in postkolonialen Zeiten aus dem vergangenen Jahr an, die auch von der Kulturstiftung der Länder gefördert wurde. Die damals bereits thematisierte ‚Porto Santo Charter‘ wird nun vertiefend diskutiert; ein wichtiger Schritt, damit wir mit den eingeladenen nationalen und internationalen Expertinnen und Experten entlang europäischer Lösungsansätze Wege finden, wie eine nachhaltige Kulturpolitik auch in Deutschland umgesetzt werden kann.“

Internationale Expertinnen und Experten stellen entlang der „Porto Santo Charter“ europäische Lösungen für eine Trendwende zu einer nachhaltigen Kulturpolitik vor und diskutieren mit nationalen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern wie Kulturpolitik nachhaltig und generationengerecht gestaltet werden kann. Im Oktober 2021 veranstaltete die Akademie der Kulturellen Bildung mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder bereits die Fachtagung „Global learning in postcolonial times? New perspectives on arts and culture“. Auf der Oktobertagung wurde die „Porto Santo Charter“ vorgestellt, in der Maitagung soll die Debatte um die Charter nun vertieft werden.

Der portugiesische EU-Ratsvorsitz brachte im April 2021 die „Porto Santo Charter“ auf den Weg. Sie gibt Empfehlungen für die Entwicklung und Umsetzung funktionierender Paradigmen für kulturelle Demokratie in Europa. Die Charter soll die öffentliche Kultur- und Bildungspolitik erneuern und den Kultursektor bei der Stärkung der Demokratie und der demokratischen Kultur fördern. In fünf Kapiteln thematisiert die Charter unterschiedliche Aspekte aus Kultur, Demokratie und Bildung. Insgesamt enthält sie mehr als 40 Empfehlungen, die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger aufrufen, Verantwortung für die gemeinsame europäische Kulturlandschaft zu übernehmen.

Am ersten Tag haben Expertinnen und Experten aus Finnland, Ungarn, Spanien, Lettland, Polen, dem Vereinigten Königreich und den Niederlanden die Charter und Projekte zu einzelnen Themen der Charter vorgestellt. Darunter neue Umsetzungsstrategien zur Generationengerechtigkeit, zu inklusiven Perspektiven, zur Einbindung digitaler Techniken und zu globalen Perspektiven im kulturellen Erbe und der kulturellen Bildung. Der heutige zweite Tag bietet Raum für eine gemeinsame Diskussion der internationalen Ansätze durch die nationalen Teilnehmenden. Das heutige Podiumsgespräch wird vom WDR3 Forum aufgezeichnet und zeitnah nach der Tagung ausgestrahlt.

Weitere Förderer: European Network of Observatories in the Field of Arts and Cultural Education (ENO)