Max Ernst „Forêt et Soleil“

10,00 

Anschrift der geförderten Einrichtung:
Saarland Museum Saarbrücken
Bismarckstraße 11-19
66111 Saarbrücken

Artikelnummer: PATRIMONIA NR. 143 (1998).
Kategorie:
Jahr: 1998
Künstler: Ernst; Max
Land: Saarland

Beschreibung

„Gemischte Gefühle, als er zum erstenmal den Wald betritt, Entzücken und Bedrückung. […] Die wunderbare Lust, frei zu atmen im offenen Raum, doch gleichzeitig die Beklemmung, ringsum von feindlichen Bäumen eingekerkert zu sein. Draußen und drinnen zugleich, frei und gefangen“, so heißt es in den „Biographischen Notizen“ von Max Ernst über die Wälder aus seiner Kindheit – ein Thema, das ihn ein Leben lang faszinierte und welches in seinen Werken bis in die Spätzeit immer wiederkehrt. 1926/28 entwickelte Max Ernst eine ganze Reihe an Gemälden der „Wälder“. Zu diesen gehört auch das Gemälde „Förêt et Soleil“, das 1927 in Paris entstand, wo Max Ernst seit 1922 lebte. Das Gemälde ist in der für den Künstler charakteristischen Technik der Grattage gemalt. Durch diese Technik, aber auch durch die bildnerische Vision ist der Wald über seine Realität hinaus ins Geheimnisvolle, ins Surreale transponiert.
Für das Saarland-Museum bedeutet der Erwerb des Gemäldes von Max Ernst eine wichtige Erweiterung und Vervollständigung der Sammlung der Modernen Galerie. Sammlungsschwerpunkt sind künstlerische Entwicklungen in Deutschland und Frankreich im 20. Jahrhundert. Max Ernst hatte sowohl an den künstlerischen Entwicklungen in Deutschland, als auch in Frankreich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Anteil. In Brühl 1891 geboren, verbrachte er den überwiegenden Teil seines Lebens in Frankreich. Mit seinem Schaffen bildete Max Ernst eine Brücke zwischen der Kunst dieser beiden Länder und verband Elemente beider Kulturen. Er genoss in Deutschland wie auch in Frankreich hohe Anerkennung.