Max Beckmann „Eisgang“

8,00 

Anschrift der geförderten Einrichtung:
Städelsches Kunstinstitut und Städtische Galerie
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt

Artikelnummer: PATRIMONIA NR. 101 (1994).
Kategorie:
Jahr: 1994
Künstler: Beckmann; Max
Land: Hessen
Gattung: Malerei

Beschreibung

Max Beckmann (1884-1950), eine der überragenden Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, lebte und arbeitete zwischen 1915 und 1933 in Frankfurt am Main. Das 1923 entstandene Gemälde Eisgang steht im Oeuvre Beckmanns nicht isoliert. In der Zeit seines Aufenthaltes in Frankfurt entstand eine Reihe von Stadtansichten, zu denen auch der Eisgang gehört. Weit mehr als die anderen Bilder der Stadt, die bisher im Städel mit der berühmten Synagoge (1919) und dem aus der Erinnerung gemalten Frankfurter Hauptbahnhof (1942/43) vertreten sind, steht der Eisgang der Auffassung der Neuen Sachlichkeit nahe. Das Bild zeigt das Mainpanorama Frankfurts mit dem Eisernen Steg und dem Dom, gesehen an einem Wintermorgen vom Sachsenhausener Ufer aus. Beckmanns Bild gibt das Panorama jedoch nicht topographisch genau wieder. Sein Hauptinteresse gilt dem Fluß mit seinen Eisschollen, der auch kompositorisch ins Zentrum gerückt ist. Entsprechend erscheinen einzelne Details zugunsten des Gesamteindrucks verändert. 1924 schrieb Benno Reifenberg über die Stimmung, die von dem Bild ausgeht, folgendes: Die Stadt duckt sich als ob sie fröre, als ob sie sich fürchte vor der Gewalt des Flusses, als ob sie sich ineinanderziehe unter dem kalten, unerbittlich grauen Himmel.Beckmanns Gemälde Eisgang wurde mit Mitteln der Kulturstiftung der Länder, des Städelschen Museums-Vereins und des Ernst von Siemens-Kunstfonds für das Städelsche Kunstinstitut in Frankfurt erworben.