Erwerbungen zur Kunst des Mittelalters: Ziborium aus Kloster Tannenbach, Zwei Nürnberger Bildteppiche

10,00 

Anschrift der geförderten Einrichtung:
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Kartäusergasse 1
90402 Nürnberg

Artikelnummer: PATRIMONIA NR. 165 (2006).
Kategorie:
Jahr: 2006
Gattung: Angewandte Kunst/Kunsthandwerk
Land: Bayern

Beschreibung

Das Ziborium, um das Jahr 1340 aus mit leuchtend farbigem Email überschmolzenen Silberplatten gefertigt, ist in Europa das einzige erhaltene Hostiengefäß seiner Art. Auf den Emailplättchen finden sich Szenen aus dem Leben Christi, Darstellungen von Heiligen und Propheten, sowie der Patrone des Stifters. Ursprünglich für das Zisterzienserkloster Tennenbach bei Freiburg hergestellt, nahm das wertvolle Stück verschlungene Wege durch Deutschland und die Schweiz, bevor es in der Sammlung des Fürsten zu Oettingen-Wallerstein gelangte. Es findet sich als außergewöhnliches Zeugnis mittelalterlicher Kunst auf der Liste des national wertvollen Kulturgutes.Die spätmittelalterliche Tapisserie (um 1460-1470), die der Innenausstattung einer städtischen Kirche in Nürnberg diente, ist ein einzigartiges Zeugnis der Nürnberger Bildwirkerei des 15. Jahrhunderts. In kräftigen, gut erhaltenen Farben zeigen sich die Szenen aus der Legende Josephs von Ägypten in einer bewachsenen Hügellandschaft. Der Behang bereichert die bedeutendste Sammlung fränkischer Bildteppiche in Nürnberg um ein Meisterwerk von hoher Qualität.