Beschreibung
Das Heinrich-Heine-Institut der Stadt Düsseldorf bewahrt nicht nur das Erbe seines Namensgebers, sondern ist auch die herausragende Sammelstelle für Autographen der Dichter- und Gelehrtenfamilie Jacobi. Mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder konnte das Institut ein Konvolut von Jacobi-Briefen auf einer Schweizer Auktion erwerben, darunter sechs bedeutende Briefe des Schriftstellers und Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi an die französische Schriftstellerin Germaine de Staël.Friedrich Heinrich Jacobi (1743-1819) zählt zu den meistdiskutierten Denkern des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Entscheidend beteiligt war er am Ausbruch des sogenannten Pantheismusstreits, an dem fast die gesamte geistige Elite der Zeit teilnahm, von Kant bis Hegel, von Goethe bis Herder. Jacobis Briefe an Madame de Staël stehen im Kontext ihres Aufenthaltes in Deutschland, bei welchem sie ihre berühmten Betrachtungen De l’Allemagne verfaßte. Jacobi half der französischen Freundin mit Empfehlungsschreiben sowie mit Informationen, welche der deutschen Geistesgrößen – nicht unwichtig zu wissen – überhaupt Französisch sprach.