Podcasts der Kulturstiftung der Länder

„Wie wird man Kulturhauptstadt Europas 2025?“

Wer entscheidet nach welchen Kriterien darüber, welche Stadt den Titel Kulturhauptstadt Europas tragen darf? Was ist bei der Bewerbung zu berücksichtigen und was zu vermeiden?

Themen, die Dr. Ulrich Fuchs im Podcast diskutiert und zuvor im Rahmen zweier Workshops erläutert hat, die er im Auftrag der Kulturstiftung der Länder durchführte. Teilnehmer der Workshops waren Vertreter jener Städte, die sich zurzeit auf das nationale Auswahlverfahren für die „Kulturhauptstadt Europas 2025“ vorbereiten, für das die Kulturstiftung der Länder im Auftrag der Kultusministerkonferenz die praktische Organisation durchführt.

Im Jahr 2025 wird es eine deutsche und eine slowenische Kulturhauptstadt Europas geben. Derzeit bereiten mehrere Städte in Deutschland eine Bewerbung vor, die sie im Herbst 2019 einreichen. Im Dezember entscheidet sich, wer auf die Shortlist kommt. Im Dezember 2020 fällt die finale Entscheidung. Seit 20 Jahren ist Kulturhauptstadt Europas das Thema von Dr. Fuchs. Von 2014 bis 2018 leitete er die Europäische Auswahlkommission, die entscheidet, welche Stadt den Titel tragen darf. Davor war er Programmdirektor der Kulturhauptstädte Linz (2009) und Marseille-Provence (2013).

Hier finden Sie alle Podcasts zum Download: iTunes oder Spotify

 

„London war plakatiert mit dem Mars“

Der Anruf erreichte Prof. Dr. Frank Druffner am Flughafen auf dem Weg zur Stiftungsratssitzung am 28. Juni 2018. Das Auktionshaus Sotheby’s hatte in London Großplakate gehängt, mit denen sie den Mars von Giambologna zum Kauf anboten. Das Angebot war „das Highlight der Saison“, wie Frank Druffner im Interview erklärt. „Eine der bedeutendendsten Kleinbronzen aus der Renaissance seit Jahrzehnten, die am Markt gehandelt werden“, hieß es von Experten.

300 Jahre lang hatte die Bronzeskultpur des Kriegsgottes Mars zum Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehört: Das einzig bekannte, persönliche Geschenk des Künstlers Giambologna an einen Fürsten. 1587 hatte er ihn nach Dresden geschickt, über 300 Jahre später übergibt der Freistaat Sachsen die Skulptur im Rahmen der Fürstenabfindung an den „Familienverein Haus Wettin“. Der Mars wird an privat verkauft; 2018 ist er im Besitz der Bayer AG, die das Meisterwerk meistbietend veräußern will. Wie die Versteigerung abgewendet wurde und der Mars seinen Weg zurück nach Sachsen fand, erklärt Prof. Dr. Frank Druffner, stellvertretender Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder im Podcast.

Hier finden Sie alle Podcasts zum Download: iTunes oder Spotify