Podcasts der Kulturstiftung der Länder

Die Sammlung Werner Nekes

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Die Sammlung Werner Nekes ist die möglicherweise weltweit größte Sammlung zur Geschichte der visuellen Künste. Sie enthält 25.000 Objekte zur Vor- und Frühgeschichte des bewegten Bildes. Sie wurde über Jahrzehnte von dem Filmwissenschaftler, Filmkünstler und Sammler Werner Nekes (1944-2017) zusammengetragen und dokumentiert die Geschichte der visuellen Kultur und des Sehens seit der frühen Neuzeit, von der Entwicklung technischer Hilfsmittel zur Erzeugung und Wiedergabe von Bildern bis hin zur Produktion bewegter Bilder. Im Podcast: Dr. Britta Kaiser-Schuster, Dezernentin der Kulturstiftung der Länder im Gespräch mit Hans-Georg Moek.

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Das Große Stammbuch von Philipp Hainhofer

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Die Herzog August Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel erwirbt das Große Stammbuch von Philipp Hainhofer mit Unterstützung unter anderem der Kulturstiftung der Länder. Die Manuskriptsammlung mit zahlreichen Eintragungen nahezu aller wichtigen politischen Entscheider des frühen 17. Jahrhunderts, darunter zwei Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen war schon zu Lebzeiten Hainhofers eine Sensation. Das Große Stammbuch von Hainhofer überragt alle rund 25.000 weltweit dokumentierten Stammbücher in künstlerischer Ausstattung und politischer Bedeutung.

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Else Lasker-Schüler im Deutschen Literaturarchiv Marbach

Wer war Else Lasker-Schüler? Was ist das für ein Konvolut, das bislang unbekannt war und das die Briefe Else Lasker-Schülers an den bislang ebenso unbekannten Nikolaus Johannes Beversen umfasst? Was macht das Deutsche Literaturarchiv Marbach? Und was ist aus den bisherigen, von der Kulturstiftung der Länder geförderten Ankäufen im Deutsche Literaturarchiv Marbach geworden? Darüber spricht in diesem Podcast Hans-Georg Moek mit Dr. Jan Bürger vom Deutschen Literaturarchiv Marbach.

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Das Silbermann-Archiv

Beim Silbermann-Archiv handelt es sich um den handschriftlichen Nachlass des Straßburger Orgelbauers Johann Andreas Silbermann (1712-1783), einer der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte der europäischen Orgel. Die Erwerbung des Silbermann-Archivs, weiterer Aufzeichnungen durch die Sächsische Landesbibliothek – Staats und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) wurde von der Kulturstiftung der Länder und anderen Förderern unterstützt. Hören Sie den Podcast mit Prof. Dr. Barbara Wiermann, Leiterin Musikabteilung, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden.

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Was macht die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.?

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. mit Sitz in Hamburg engagiert sich europaweit auf den Gebieten Kunst und Kultur, Europäische Integration, Bildung, Wissenschaft und Naturschutz. Welche Aufgaben das umfasst und was die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder entwickelt hat, darüber spricht der Vorstandsvorsitzende, Ansgar Wimmer, im Interview mit Hans-Georg Moek.

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Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. fördert Menschen mit herausragenden Biografien, die etwas Besonderes bewegen wollen, so Ansgar Wimmer. Das geschieht durch die Vergabe von Stipendien, Preisen, Qualifizierungen oder der Vernetzung verschiedener Akteure. Mit der Kulturstiftung der Länder und weiteren Förderern entwickelte die Stiftung das Projekt museion21, das die Vernetzung und Weiterbildung von Führungskräften im Museumsbereich zum Ziel hat.

 

Kultur – Lernen aus der Krise

So viel Kultur war noch nie im Internet. Viele Kultureinrichtungen haben in den vergangenen Wochen und Monaten digitale Formate online gestellt. Dennoch hat die Corona-Krise Defizite offenbart im Bereich der digitalen Kommunikation und Kulturvermittlung. Was können Kultureinrichtungen und Kulturpolitik aus der Corona-Krise lernen? Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder spricht über Digitalisierung, Kulturvermittlung, Systemrelevanz und die Bedeutung von Kultur für die Gesellschaft.

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Kulturelle Bildung – Was? Wozu?

Was ist kulturelle Bildung und warum ist sie wichtig? Was gehört zu kultureller Bildung? Darüber spricht Marion Kuchenny mit der Direktorin der Bundesakademie für kulturelle Bildung, Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, und Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder.

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Kulturelle Bildung ermögliche die Teilhabe an bestimmten Praktiken und Inhalten, so Hilgert. Barrieren zum Museums- oder Theaterbesuch seien nicht immer primär finanzieller Natur, sondern auch sehr stark sozial geprägt. Kulturelle Bildung könne genau diese Barrieren abbauen und so die Teilhabe, aber auch die eigene künstlerische Produktion ermöglichen. Es gehe aber auch darum, sich in den Diskursen beispielsweise zu Architektur oder Literatur bewegen zu können: Dass man sie wertschätzen kann und ein Gespür und ein Geschmack dafür entwickelt. Markus Hilgert plädiert für eine stärkere Orientierung auf die Wirkungsforschung.

Der kulturelle Kanon, der in deutschen Kultureinrichtungen angeboten werde, müsse noch vielfältiger werden, bei den Themen Diversität und Migration gebe es immer noch Nachholbedarf, sagt Reinwand-Weiss. Die Künste seien ein gutes Mittel, um Reflexions- und Empathiefähigkeit zu stärken, die benötigt würden, um in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung zusammenzuleben. Kulturelle Bildung sei eine wesentliche Voraussetzung für einzelne Bürgerinnen und Bürger, ein Verständnis füreinander zu entwickeln, das dann dazu führt, dass sie in einem demokratischen Staat zusammenleben können, so Reinwand-Weiss. Sie plädiert für eine Professionalisierung der kulturellen Bildung.


Bernd Sibler zu Kultur in Zeiten von Corona

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Für den Vorsitzenden der Kulturministerkonferenz und bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, ist Kultur systemrelevant. „Es ist wichtig, dass wir deutlich machen, dass wir als öffentliche Hand verlässliche Partner für diese Kunstschaffenden sind. Wir lassen die Kultureinrichtungen, die Projektträger, die Selbstständigen nicht allein“, sagt Sibler angesichts der Corona-Pandemie. Im Podcast spricht er über Forderungen nach einem Künstlerfonds, über Kulturföderalismus und die Digitalisierung der Kultureinrichtungen in Zeiten von Corona.

In Bayern habe die Regierung deutlich gemacht, „dass wir hier Geld in die Hand nehmen werden, dass wir Förderungen ausbezahlen werden“, so Sibler. Er gehe davon aus, „dass das viele andere Länder und auch der Bund so oder so ähnlich auch tun werden“. Der Wegfall von kulturellen Angeboten lasse, so Sibler, jeden eine Lücke spüren. „Vieles im Kulturbereich sei selbstverständlich geworden und daran merke man besonders jetzt, dass Kunst und Kultur zum Alltag gehören.“ Ein digitales Konzert könne zwar nicht „den kompletten Klang wiedergeben und nicht die Authentizität des Originals ersetzen dann, aber es ist in diesen schwierigen Zeiten ein wichtiges Hilfsmittel“, so Sibler.

Bereits in der Vergangenheit habe sich der Staatsminister verstärkt für die Digitalisierung des Kulturbereichs eingesetzt. Im vergangenen Jahr hatte er gemeinsam mit der Kulturstiftung der Länder zu einem Kulturfrühstück zum Thema „Digitalisierung der Kultureinrichtungen“ eingeladen. Das Thema Digitalisierung sei in Bayern bereits vor Corona stark vorangetrieben worden und erfahre jetzt einen weiteren, wichtigen Schub. Die Digitalisierung von Kultureinrichtungen diene auch der Teilhabe der peripheren Räume am Kulturangebot.

Die Corona-Krise hat in der Ressortverantwortlichkeit des bayerischen Staatsministers für Wissenschaft und Kunst zu einschneidenden Maßnahmen geführt: Kultureinrichtungen und Hochschulen wurden geschlossen, die Unikliniken stellen ihren Tätigkeitsschwerpunkt von Forschungstätigkeit auf Versorgung um und sind dabei die Zahl der Intensivbetten zu verdoppeln.

 

„Rudomino Bibliothek – Deutsch-Russischer Bibliotheksdialog“

Zahlreiche Kulturgüter wurden nach dem Zweiten Weltkrieg aus Deutschland von der Roten Armee in die Sowjetunion abtransportiert. Darunter auch umfangreiche Buchbestände, die noch heute in vielen Bibliotheken Russlands verstreut aufbewahrt werden. Seit 15 Jahren fördert die Kulturstiftung der Länder die Erforschung dieser Bestände. In Kooperation mit der Allrussischen Staatlichen M.-I.-Rudomino-Bibliothek für ausländische Literatur in Moskau entstanden so bereits drei Kataloge über die Sammlungsbestände dreier Vertreter des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Die Projektverantwortliche auf russischer Seite und Leiterin des Zentrums für rare Bücher und Sammlungen an der Rudomino-Bibliothek, Karina Dmitrieva, spricht im Podcast über die Projekte und deren Herausforderungen im Rahmen des Deutsch-Russischen Museumsdialogs.

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„Tretjakow-Galerie – Deutsch-Russischer Museumsdialog“

2020 zeigt die Tretjakow-Galerie in Moskau eine Ausstellung zur deutschen und russischen Romantik. Ein Jahr später wird die Ausstellung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu sehen sein. Das Gemeinschaftsprojekt beider Museen ist ein Ergebnis der deutsch-russischen Kulturkooperationen im Rahmen des Deutsch-Russischen Museumsdialoges. Vermittelt wurde es durch die Kulturstiftung der Länder. Zelfira Tregulova, Generaldirektorin der Tretjakow-Galerie, spricht im Podcast über den größten Museumskomplex russischer Kunst und die Verbindungen zwischen deutscher und russischer Kunst. Der Podcast wurde im September 2019 in Moskau aufgezeichnet.

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„Was macht die Hermann Reemtsma Stiftung?“

Gemeinsam fördern die Kulturstiftung der Länder und die Hermann Reemtsma Stiftung Kunst und Kultur wie den Ankauf der Tagebücher Alexander von Humboldts oder den Erwerb des Gemäldes „Sonnenaufgang“ von Otto Dix. Doch welche Aufgaben übernimmt die Hermann Reemtsma Stiftung darüber hinaus, welche Förderkriterien sind ausschlaggebend und wer war ihr Namensgeber? Diese Fragen beantwortet Dr. Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung in diesem, mittlerweile zehnten Podcast.

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Hermann-Hinrich Reemtsma rief 1988 die Hermann Reemtsma Stiftung in Gedenken an seinen Vater Hermann Fürchtegott Reemtsma ins Leben. Neben Kultur fördert die Stiftung u.a. auch soziale Projekte sowie Einrichtungen und Initiativen, die öffentliche Baudenkmale und Kulturgüter erhalten. Mit der Kulturstiftung der Länder und weiteren Förderern finanzierte die Hermann Reemtsma Stiftung zudem fünf Jahre lang das Bündnis „Kunst auf Lager“.

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„Bilanz ein Jahr Kulturministerkonferenz“

Der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und Senator der Behörde für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, spricht im Podcast über die Bedeutung von Kultur und Kulturpolitik, die Rolle der Kulturstiftung der Länder und zieht eine Bilanz nach einem Jahr Kulturministerkonferenz.

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Im Podcast erläutert Carsten Brosda die Entstehungsgeschichte seines im August 2019 veröffentlichten Buches „Die Zerstörung. Warum wir für den gesellschaftlichen Zusammenhalt streiten müssen“. Darin hinterfragt er, was momentan in der Gesellschaft aus dem Zusammenhang geraten ist und wie man das Gefühl des Gemeinsamen „Wir“ wieder stärken kann. Einen wesentlichen Beitrag zur Herstellung des Gemeinsamen könne Kulturpolitik und kulturelle Bildung leisten, und auch die Kulturstiftung der Länder könne eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen. Knapp ein Jahr nachdem die Kulturministerkonferenz ihre Arbeit aufgenommen hat, zieht der aktuelle Vorsitzende eine positive Bilanz. Die gemeinsame Verlautbarung zur Freiheit der Kunst, das „Erste Eckpunktepapier zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten“ und der Beschluss zur Einrichtung einer Kontaktstelle für Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten in Deutschland unterstrichen, „warum es so wichtig war, diese Kulturministerkonferenz zu gründen. Weil wir eben einen Ort hatten, an dem wir das besprechen konnten – nicht nur darüber redend – sondern tatsächlich auch Entscheidungen treffend“.

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„Wohin mit all‘ der Kunst?“

Viele Hinterbliebene fühlen sich mit dem Nachlass aus einem Künstlerleben überfordert. Wie trennt man Wichtiges von Unwichtigem? Wie erfasst man die Werke systematisch und wo können sie gelagert werden? Nicht jeder Künstler bekommt sein eigenes Museum oder wird in eine Museumssammlung aufgenommen. Wie und nach welchen Kriterien können Künstlervor- und –nachlässe bewahrt werden? Im Podcast spricht Dr. Britta Kaiser-Schuster, Dezernentin der Kulturstiftung der Länder, über von ihr betreute Nachlässe und stellt das Positionspapier der Kulturstiftung der Länder zum Umgang mit Künstlervor- und –nachlässen vor, das sie verfasst hat.

Als Dezernentin der Kulturstiftung der Länder hat Dr. Kaiser-Schuster bereits 20 mal die Überführung von Nachlässen in Museen verantwortet, Sammlungen von so bedeutenden Künstlern wie Ernst Barlach, Umbo, Wilhelm Lehmbruck, Marianne Hoppe oder Lotte Reiniger.

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„Kulturgüter aus kolonialen Kontexten“

Deutsche Museen verfügen über unzählige Objekte, die aus den einstigen Kolonien stammen. Aber wie kamen sie hierher und unter welchen Umständen? Unser Kollege Johannes Fellmann hat zwei Museen besucht, die sich intensiv mit Provenzienzforschung befassen.

Genauso komplex wie die Provenienzforschung, die Suche nach der Herkunft von Kulturgütern aus kolonialen Kontexten ist die Frage nach dem Danach. Was passiert, wenn die Herkunft geklärt ist? Was, wenn sie unter fragwürdigen Umständen oder unter Ausnutzung kolonialer Machtstrukturen nach Deutschland gelangt sind? Und wer wäre – im Falle einer Restitution – der legitime Empfänger? Fragen, die sich häufig so einfach nicht beantworten lassen. Und wie gehen Museen damit um; wie stellen sie Objekte aus, die möglicherweise unter fragwürdigen oder Unrechtskontexten nach Deutschland gelangt sind?

Johannes Fellmann hat gesprochen mit

  • Dr. Hilke Thode-Arora, Referentin für Provenienzforschung und Leiterin der Abteilung Ozeanien am Museum Fünf Kontinente
  • Dr. Uta Werlich, Direktorin am Museum Fünf Kontinente
  • Prof. Dr. Inés de Castro,  Direktorin und Leiterin des Linden-Museums in Stuttgart
  • Martin Otto-Hörbrand M.A., Pressesprecher des Linden-Museums in Stuttgart
  • Christoph Rippe M.A., Provenienzforscher
  • Karim Mohamad,  Performance-Künstler vom kamerunischen Künstlerduo Snake and Stone

 

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„Der lange Weg der Aussöhnung“

Im Februar reisten Prof. Dr. Inès de Castro, Direktorin des Linden-Museums in Stuttgart und Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, als Teil einer baden-württembergischen Delegation nach Namibia. Dort gab die Delegation eine Bibel und eine Peitsche des legendären Nama-Führers Hendrik Witbooi an die namibische Regierung zurück. Christiane Habermalz, Kulturkorrespondentin des Deutschlandfunks, hat die Delegation begleitet. Sie spricht in diesem Podcast mit Inès de Castro und Markus Hilgert über die Rückgabe von kolonialem Kulturgut.

Zur Zeit des Kolonialismus gelangten Millionen von Objekten aus den Kolonien nach Deutschland. Oftmals ist bekannt, dass es sich um Kulturgüter aus kolonialen Kontexten handelt, nicht aber wie sie nach Deutschland gelangten und wer sie erworben oder erbeutet hat. Die Museen stehen vor einer großen Aufgabe: die Fragen nach der Herkunft der Museumsobjekte zu klären und sich mit ihrer kolonialen Sammlungsgeschichte auseinanderzusetzen. Inès de Castro und Markus Hilgert berichten von ihren Erlebnissen während der Rückgabe in Namibia und diskutieren Restitutionsforderungen und ein mögliches Restitutionsgesetz.

Das Interview, das am 30. Mai vom Deutschlandfunk gesendet wurde, hat uns der Deutschlandfunk mit freundlicher Genehmigung zur Publikation zur Verfügung gestellt.

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„Was macht die Ernst von Siemens Kunststiftung?“

Seit vielen Jahren verbindet die Ernst von Siemens Kunststiftung und die Kulturstiftung der Länder eine enge Partnerschaft. Gemeinsam fördern die Stiftungen Erwerbungen, Ausstellungen und Restaurierungen. Was ist der Auftrag der Ernst von Siemens Kunststiftung und was unterscheidet sie von der Kulturstiftung der Länder? In diesem Podcast sprechen wir mit Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung, über die Stiftung und ihre Geschichte.

Dank der Schnelligkeit ihres fachkundigen Stiftungsrats kann die Ernst von Siemens Kunststiftung schnell und unbürokratisch Hilfe bei prominenten Ankäufen leisten, so beispielsweise jüngst beim Mars von Giambologna für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden oder bei der Elfenbeinsammlung Winkler für das Liebighaus. Ihren Namen verdankt die Stiftung dem Industriellen und Mäzen Ernst von Siemens (1903-1990). Zeitlebens war er ein Freund der Kunst und bestrebt, nachfolgenden Generationen Künstler und Sammler zu präsentieren.

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„Eine Legende aus der Stadtgeschichte von Weinsberg“

Die Geschichte hinter Gerrit Claesz. Blekers Gemälde „Die Weiber von Weinsberg“ ist eng mit der Stadtgeschichte von Weinsberg verknüpft. Damit ist nicht nur die abgebildete Legende gemeint, sondern ebenso die Geschichte des Gemäldes selbst, erzählt Dr. Stephanie Tasch, Dezernentin der Kulturstiftung der Länder, in diesem Podcast. Eine kuriose Szene spielt sich auf Blekers Bild ab. Links im Vordergrund stehen sich bewaffnete Ritter zu Pferd gegenüber. Von rechts läuft mit zielstrebigem Blick eine Frau ins Bild, auf dem Rücken trägt sie einen Mann. Die Reiter bestaunen die Szene und säumen den Weg, den sie nehmen wird, um auf der linken Seite wieder aus dem Bild zu verschwinden.

Der Legende nach befinden wir uns am 21. Dezember 1140 in Weinsberg. Der Stauferkönig Konrad befindet sich im Krieg mit dem Bayerischen Herzog Welf. Weil die Weinsberger den Bayern treu geblieben sind, belagert Konrad die Weinsberger Burg und droht die Belagerten am nächsten Morgen zu töten. In der Nacht schleicht sich eine Weinsbergerin ins feindliche Lager, um mit Konrad zu verhandeln. Der erlaubt ihr und allen anderen Frauen die Burg noch in der Nacht zu verlassen und dabei mitzunehmen, was sie tragen können.

Bei dem Niederländischen Gemälde aus dem 17. Jahrhundert handelt es sich um NS-Raubkunst. Nach seiner Restitution an die Max und Iris Stern Foundation wurde es vom Weibertreu Museum in Weinsberg angekauft und ist heute in Weinsberg zu sehen.

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„Wie wird man Kulturhauptstadt Europas 2025?“

Wer entscheidet nach welchen Kriterien darüber, welche Stadt den Titel Kulturhauptstadt Europas tragen darf? Was ist bei der Bewerbung zu berücksichtigen und was zu vermeiden?

Themen, die Dr. Ulrich Fuchs im Podcast diskutiert und zuvor im Rahmen zweier Workshops erläutert hat, die er im Auftrag der Kulturstiftung der Länder durchführte. Teilnehmer der Workshops waren Vertreter jener Städte, die sich zurzeit auf das nationale Auswahlverfahren für die „Kulturhauptstadt Europas 2025“ vorbereiten, für das die Kulturstiftung der Länder im Auftrag der Kultusministerkonferenz die praktische Organisation durchführt.

Im Jahr 2025 wird es eine deutsche und eine slowenische Kulturhauptstadt Europas geben. Derzeit bereiten mehrere Städte in Deutschland eine Bewerbung vor, die sie im Herbst 2019 einreichen. Im Dezember entscheidet sich, wer auf die Shortlist kommt. Im Dezember 2020 fällt die finale Entscheidung. Seit 20 Jahren ist Kulturhauptstadt Europas das Thema von Dr. Fuchs. Von 2014 bis 2018 leitete er die Europäische Auswahlkommission, die entscheidet, welche Stadt den Titel tragen darf. Davor war er Programmdirektor der Kulturhauptstädte Linz (2009) und Marseille-Provence (2013).

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„London war plakatiert mit dem Mars“

Der Anruf erreichte Prof. Dr. Frank Druffner am Flughafen auf dem Weg zur Stiftungsratssitzung am 28. Juni 2018. Das Auktionshaus Sotheby’s hatte in London Großplakate gehängt, mit denen sie den Mars von Giambologna zum Kauf anboten. Das Angebot war „das Highlight der Saison“, wie Frank Druffner im Interview erklärt. „Eine der bedeutendendsten Kleinbronzen aus der Renaissance seit Jahrzehnten, die am Markt gehandelt werden“, hieß es von Experten.

300 Jahre lang hatte die Bronzeskultpur des Kriegsgottes Mars zum Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehört: Das einzig bekannte, persönliche Geschenk des Künstlers Giambologna an einen Fürsten. 1587 hatte er ihn nach Dresden geschickt, über 300 Jahre später übergibt der Freistaat Sachsen die Skulptur im Rahmen der Fürstenabfindung an den „Familienverein Haus Wettin“. Der Mars wird an privat verkauft; 2018 ist er im Besitz der Bayer AG, die das Meisterwerk meistbietend veräußern will. Wie die Versteigerung abgewendet wurde und der Mars seinen Weg zurück nach Sachsen fand, erklärt Prof. Dr. Frank Druffner, stellvertretender Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder im Podcast.

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„Womit beschäftigt sich die Kulturstiftung der Länder?“

Warum gibt es eine Kulturstiftung aller Länder und was ist ihr Auftrag? In diesem Podcast stellt Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, die Stiftung, ihre Geschichte und Aktivitäten umfassend vor.

Die übergeordnete Aufgabe der Kulturstiftung der Länder ist es, Kunst und Kultur nationalen Ranges zu fördern und zu bewahren. Die Ursprungsidee der Stiftung findet sich bereits 1973 in einer Regierungserklärung von Willi Brandt. Man wollte eine Kulturstiftung haben, um kulturelle Belange und Kulturprojekte von gesamtstaatlicher Bedeutung voranzutreiben und zu fördern. Um schnell und effizient Kultur und Kulturerbe schützen zu können, wurde die Kulturstiftung am 1. April 1988 als schlagkräftiges Instrument ins Leben gerufen. Seit 1990 – dem Beitrittsjahr der neuen Länder zur Stiftung – bündeln 16 Länder solidarisch ihre Kräfte, um Kunst und Kultur zu bewahren.

Die Kulturstiftung der Länder fördert bewegliche Kulturgüter: Kunstwerke wie Gemälde und Skulpturen, aber auch Archivalien, Bibliotheksbestände und Sammlungen von naturkundlichen Objekten. Gefördert werden Objekte, die für die Gesellschaft große Bedeutung und in der Gesellschaft eine so große Wirkung entfaltet haben, dass sie gesamtstaatlich bedeutsam und von nationalem Rang sind. Neben der Förderung und Bewahrung des Kulturerbes engagiert sich die Kulturstiftung der Länder auch im Bereich kulturpolitischer Themen wie u.a. kultureller Bildung, Provenienzforschung und bei der Erforschung von kriegsbedingt verlagertem Kulturgut.

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