Neu:gierig im Museum

Der Volontärspreis Y des Jungen Freundeskreises ermöglicht zwei Volontären aus München die Produktion einer eigenen Podcast-Reihe

Dass Kunst spannend wie ein Krimi sein kann, wissen Ilka Mestemacher und Marius Wittke genau: Ob gestohlene Objekte, Fälschungen, schillernde Sammlerpersönlichkeiten oder Kapitalverbrechen: All das spiegelt die Museumswelt in den Objekten der bildenden Kunst wider und begleitet die beiden promovierten Kunsthistoriker bei ihrer Arbeit in der Münchner Museumslandschaft, wo sie als wissenschaftliche Volontäre das Volontärsprogramm der Bayerischen Staatlichen Sammlungen durchlaufen. So entstand die Idee, den kunstvollen „Tatort“ Museum in ein weit reichendes Medium zu überführen und dabei Geschichte und Geschichten der Kunst einem großen Publikum pandemieunabhängig zugänglich zu machen. Mestemacher und Wittke bündeln technische und inhaltliche Überlegungen derzeit zum Konzept einer Podcast-Reihe zum Thema Kunst und Kriminalität, deren erste Folgen voraussichtlich im Frühjahr veröffentlicht werden sollen.

Ilka Mestemacher und Marius Wittke

Ermöglicht wird dies durch den Volontärspreis Y, den der Junge Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder im vergangenen Herbst vergeben hat.
Seit fast 10 Jahren unterstützt der Junge Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder als bundesweit agierender Zusammenschluss kulturinteressierter Mitglieder von 20 bis 40 Jahren die Ziele der Kulturstiftung der Länder. Ganz besonders widmet sich der Junge Freundeskreis dabei der Nachwuchsförderung: Mit jährlich vergebenen Reisestipendien zur Kunstmesse Art Basel oder der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses am Museum bietet er fachkundige Unterstützung dort, wo den Museen häufig die finanziellen Mittel fehlen. Dabei ermöglicht er darüber hinaus seinen Mitgliedern bei überregionalen kulturellen Veranstaltungen einen fruchtbaren Austausch miteinander.

Im Jahr 2020 wurde der durch den Jungen Freundeskreis vergebene Volontärspreis gerelauncht. Volontärinnen und Volontäre waren aufgerufen, ihre kreativen und innovativen Ideen für ein eigenes Projekt vorzustellen, das über die tägliche Museumsarbeit hinausweist. Eine Jury, zusammengesetzt aus Mitgliedern des Jungen Freundeskreises, die aktiv in der zeitgenössischen Kunstszene vernetzt sind, wählte aus den zahlreichen vielseitigen Bewerbungen für den Preis Y das Gewinnerteam.

In der folgenden Audiodatei stellen Ilka Mestemacher und Marius Wittke ihr prämiertes Vorhaben persönlich vor: