Freundeskreis

Kiefer, Lilie und Portraits

Der Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder unterstützt das Potsdam Museum bei der Restaurierung von vier Gemälden von Heinrich Basedow d.J.

Die restaurierten Werke sollen im Rahmen der Sonderausstellung „Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe“ ab dem 29. September 2018 der Öffentlichkeit präsentiert werden. Frau Dr. Claudia Hartmann, 2. Stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises, konnte bereits vorab im Atelier des Restaurators einen Blick auf die Gemälde werfen.

Restaurator Max Wenske, Museumsdirektorin Dr. Jutta Götzmann und Dr. Claudia Hartmann vor den Werken von Heinrich Basedow d.J. © Potsdam Museum

Neben dem Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder unterstützte auch der Förderverein des Potsdam-Museums e.V. die Restaurierung von Gemälden aus der Kunstsammlung des Museums. Mit der finanziellen Hilfe der beiden Fördervereine konnten acht Werke restauriert werden. „Bei den Gemälden handelt es sich um ein Konvolut von Heinrich Basedow d.J., darunter sein „Selbstporträt“ aus dem Jahr 1927, sein „Stillleben mit Lilie“ aus dem Jahr 1925 und das „Portrait von Christa Heidkamp“, Tochter des bekannten Potsdamer Buchhändlers, der die Kunstszene der Stadt protegierte“, erläutert Dr. Jutta Götzmann, die als Direktorin des Potsdam Museums die Ausstellung kuratiert.

Heinrich Basedow gehörte wie auch Wilhelm Schmid zur Berliner Novembergruppe und somit zum Kreis einer künstlerischen Avantgarde, die aus den Wirren der Revolution von 1918/1919 hervorgegangen war. Der gebürtige Schweizer Wilhelm Schmid erklärte Potsdam ab 1923 zu seiner Wahlheimat. Laut der Museumsdirektorin Dr. Jutta Götzmann zeigt erstmals ein Museum in Deutschland sein umfangreiches Frühwerk mit zahlreichen in Potsdam entstandenen Motiven. Schmid war auch Mitglied des Potsdamer Kunstvereins und beteiligte sich 1927 im Marstall an einer Ausstellung des Vereins. Er stellte dort gemeinsam mit Heinrich Basedow d. Ä., Walter Bullert, Egon von Kameke, Otto Heinrich und vielen weiteren aus. Als Vertreter der Neuen Sachlichkeit weist Schmid eine stilistische Nähe zu Heinrich Basedow d. J. auf. „Auf diese historische Präsentation nimmt […] die Sonderausstellung des Potsdam Museums Bezug und setzt damit einen wichtigen Baustein für die Potsdamer Kunstgeschichte“, so Dr. Jutta Götzmann.

Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe
29.9.2018 bis 27.1.2019
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam
http://www.potsdam-museum.de/