30 Jahre Kulturstiftung der Länder

Die Plattform für Kulturpolitik und kulturpolitische Herausforderungen

Während des Festaktes erläuterten verschiedene kulturpolitische Akteure die Rolle der Kulturstiftung der Länder als Plattform für die aktuelle Kulturpolitik und kulturpolitische Herausforderungen. Die Stiftung sei eine spannende Schnittstelle, die stets auch neue Aufgaben für sich hinzugewinne.

In der Kulturstiftung der Länder sieht Prof. Dr. Karin von Welck, Dechantin der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstift Zeitz sowie ehemalige Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder (1998 bis 2004), eine „spannende Schnittstelle zwischen Kulturpolitik, Wissenschaft und Wirtschaft, aus der die Sponsoren kommen, die die Projekte mitfinanzieren.“

„Wenn es die Kulturstiftung der Länder nicht gäbe, müsste man sie einrichten.“, so der Kulturminister des Landes Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Konrad Wolf. Auf der Ebene der Kulturpolitik sei die Kulturstiftung zu Themen wie „Vielfalt der Kulturen“ und „Integration“ eine wunderbare Einrichtung und Austauschplattform. In 30 Jahren habe sie, was den Erwerb und die Förderung national bedeutsamer Kulturgüter betrifft, viel erreicht und neue Aufgaben, wie die kulturelle Bildung, hinzugewonnen.

Der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und Senator der Hamburger Behörde für Kultur und Medien, Dr. Carsten Brosda, spricht über die Aufgaben der Kulturstiftung der Länder angesichts einer sich völlig verändernden kulturpolitischen Landschaft. Für die Gesellschaft sei es wichtig, sich ihrer Vergangenheit mit Blick auf die Bezüge des Kolonialismus zu stellen. Und dafür „braucht man die Kulturstiftung der Länder als gehörigen, starken Partner auf dem Platz“. „Die Kulturstiftung der Länder ist ein wunderbarer Partner um solche Diskurse, solche Debattenräume zu öffnen, um Kulturpolitik als Politik im Sinne der Kultur stärker zu konnotieren und stärker konturieren“, so der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz.