Wie hängen Außen- und Innenkulturpolitik zusammen? Wie können Sie fruchtbar aufeinander bezogen werden und wo liegen Möglichkeiten und Notwendigkeiten neuer Kooperationen? In der Buchveröffentlichung „Innen – Außen. Über das Verhältnis von Innen- und Außenkulturpolitik“, herausgegeben von ifa und der Kulturstiftung der Länder, schreiben 29 Kulturakteur:innen aus dem In- und Ausland auf 160 Seiten über ihre Erfahrungen, über Projekte, Vorschläge und Möglichkeiten.

In dem Buch finden sich Bestandsauf­nahmen, Projekte, Institutionen und Kooperationen, die beispielhaft Innen und Außen zusammendenken – aus Deutschland, Europa und der Welt. Thematisiert werden auch Desiderate und Versäumnisse einer Innenkultur­politik, die das Außen noch zu wenig mitdenkt, indem sie beispielsweise die Diversität einer migrantisch geprägten Gesellschaft nicht angemessen in den Blick nimmt. Es finden sich auch Plä­doyers für Multilateralismus in einer Welt, die Herausforderungen wie Pan­demien, Klimawandel, Bevölke­rungs­­wachstum, Terror oder Ressourcen­begrenztheit auch in der Kultur gemein­sam denken und angehen muss.

Es gebe zu wenig Synergien, zu wenig wechselseitigen Bezug und zu wenig Gemeinsamkeit, heißt es im Vorwort. Es bestehe die Gefahr, dass die Außenkulturpolitik zu wenig von dem Deutschland vermittele, wie es tatsächlich sei, und die Innenkulturpolitik zu wenig verstehe, wo sie sich global befindet. In einer globalisierten und digitalisierten Welt seien Innen- und Außenkulturpolitik nur als Einheit denkbar.

Stellung beziehen hierzu internationale Kulturfachleute wie unter anderem Maria Hirvi-Ijäs (Schweden), Katrin Maiste (Estland), Camilla Mordhorst (Dänemark), Mohamed Al Mubarak (Vereinigte Arabische Emirate) oder Rafael Soriano Ortiz (Spanien). Aus Deutschland sind beispielsweise Hartmut Dorgerloh, Ulrike Guérot, Hortensia Völckers und Sigrid Weigel mit Beiträgen vertreten.

Gitte Zschoch, Generalsekretärin des ifa: „Innen und außen muss zusammen gedacht werden. Wir brauchen transversale Entschei­dungs­strukturen, weil Kulturpolitik an so vielen Stellen im Land gemacht wird. Internatio­nal und vielfältig besetzte Gremien könnten die Kulturpolitik in Deutschland und Europa beraten und damit bereichern. Schließlich erfolgt diese im Auftrag einer zunehmend diversen Gesellschaft und hat gleichzeitig direkte Auswirkungen auf das Leben von Men­schen außerhalb Deutschlands. Unsere gemeinsame Publikation gibt zahlreiche, auch internationale Impulse für die dringend benötigten Veränderungen.“

Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „Kultur, kulturelle Projekte und Produkte sind Kernkommunikationen jeder Gesellschaft. In einer globalisierten und digitalisierten Welt gilt es, gemeinsame Herausforderungen wie die Covid-19-Pandemie, Flucht- und Migrationsbewegungen oder den Klimaschutz gemeinsam anzugehen. All diese Herausforderungen erfordern einen geschärften Blick auf den eigenen politischen, ökonomischen und kulturellen Kontext und gleichzeitig eine internationale Vernetzung.“

Die Publikation ist eine Kooperation des Steidl-Verlags mit dem ifa und der Kulturstiftung der Länder

Innen – Außen. Über das Verhältnis von Innen- und Außenkulturpolitik
Herausgegeben von Ronald Grätz und Markus Hilgert
160 Seiten, Broschur, 16 x 24 cm
ISBN 978-3-95829-972-6
€ 20,00 inkl. MwSt.

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Über das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen

Interkulturell, werteorientiert, friedensstiftend – das ifa ist eine weltweit tätige Kulturinstitution mit Sitz in Stuttgart (Zentrale) und Berlin. Das ifa setzt sich gemeinsam mit Partnern weltweit für die Freiheit in Kunst, Forschung und Zivilgesellschaft ein und bringt Menschen zusammen, die sich für eine offene Gesellschaft engagieren. Es schafft analoge und digitale Räume für Begegnung, Aus­tausch und Koproduktion. Gegründet 1917 ist das ifa die älteste deutsche Organisation der auswärtigen Kulturbeziehungen und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert. Das ifa ist privatrechtlich organisiert. www.ifa.de

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