Restaurierungsförderung

Kunst auf Lager

Das neue Bündnis „Kunst auf Lager“ hilft Museen bei der Erschließung und Sicherung ihrer Depots. Auch die Kulturstiftung der Länder und ihr Freundeskreis engagieren sich in der Initiative.

Das neue Bündnis zur Erschließung und Sicherung von Museumsdepots geht an den Start. In vielen deutschen Museumsdepots sind die Zustände verbesserungswürdig. Nicht immer sind die Bestände erschlossen, die Lagerbedingungen ideal oder der Zustand wertvoller Kulturgüter präsentabel. Die drängenden Herausforderungen des Kulturerhalts stehen im Zentrum der Initiative KUNST AUF LAGER, die sich heute auf einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vorstellte.

Dem neu gegründeten Bündnis gehören derzeit zwölf private und öffentliche Stiftungen an, die sich bereits seit Jahren für die Erschließung, Erforschung und Sicherung öffentlicher Sammlungen einsetzen und ihrem Engagement nun eine gemeinsame Stimme geben. KUNST AUF LAGER möchte das Thema in die Öffentlichkeit tragen, weitere Förderer motivieren, sich dem Bündnis anzuschließen, Politik und Verwaltung davon überzeugen, Zeit und Geld in die nicht sichtbaren Fundamente der Museen zu investieren, und öffentlichen Sammlungen im Rahmen konkreter Förderprogramme Unterstützung anbieten. Angesprochen sind Kunstmuseen ebenso wie Heimat- und volkskundliche, naturwissenschaftliche und technische Museen. „In den Museumsdepots lagern unbekannte Schätze, die aufgrund ihres fragilen Zustandes oder bestehender Schäden nicht ausgestellt werden können. Die Restaurierung soll diese wichtigen Exponate aus dem Depot zurück in die Ausstellung holen. Die Wiedergewinnung der eigenen Bestände ist wichtiger als so mancher Ankauf“, betonte Martin Hoernes, stellvertretender Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, zu Beginn der Pressekonferenz. Dass daneben die Erforschung von Sammlungsbeständen ein zentrales Anliegen der Bündnispartner ist, stellte Sybille Wüstemann von der Gerda Henkel Stiftung heraus: „Museen sind auch Forschungsstätten. Mitarbeiter, die die ‚Kunst auf Lager‘ ihrer Häuser wissenschaftlich aufarbeiten und in größere Zusammenhänge stellen möchten, finden in forschungsfördernden Stiftungen kompetente und interessierte Ansprechpartner.“Ein stärkeres Bewusstsein für die Tatsache, dass „Eigentum verpflichtet“, wünschte sich Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann Reemtsma Stiftung. „Die erste Aufgabe eines Museums ist der sorgsame und pflegliche Umgang mit der anvertrauten Sammlung, das heißt die Sicherstellung einer dauerhaften Überlieferung für nachfolgende Generationen.“ Philip Kurz, Geschäftsführer der Wüstenrot Stiftung, wies schließlich darauf hin, dass „Museen mit der Konservierung und Restaurierung von Depotobjekten die Möglichkeit bekommen, neue Schwerpunkte in ihren Ausstellungen zu setzen. So wird kulturelles Erbe nicht nur bewahrt, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.“ Anhand konkreter Förderprojekte, wie die Soforthilfe nach dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln vor fünf Jahren, wurden anschauliche Beispiele für das Engagement der Stiftungen gegeben. Weitere Informationen unter: www.kunst-auf-lager.de.

Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder

Gerda Henkel Stiftung
Hermann Reemtsma Stiftung
Kulturstiftung der Länder
Niedersächsische Sparkassenstiftung
Richard Borek Stiftung
Rudolf-August Oetker Stiftung
Stiftung Niedersachen
VGH-Stiftung
VolkswagenStiftung
Wüstenrot Stiftung
Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Kontaktdaten

Johannes Fellmann
Pressereferent
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jf@kulturstiftung.de

Kulturstiftung der Länder
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Lützowplatz 9
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