Ausstellungsförderung

Textkünste

Die Ausstellung „Textkünste“ in der Universitätsbibliothek Leipzig wirft aus dem digitalen Zeitalter einen Blick zurück in die Frühzeit der europäischen Buchdruckgeschichte.

Multimedial, interdisziplinär und international – mit diesem Ansatz gehen die Partnerausstellungen „Textkünste“ der Universitätsbibliothek Leipzig und „Impressions premières“ der Bibliothèque Municipale de Lyon der europäischen Buchdruckgeschichte auf den Grund. Die beiden Bibliotheken bilden den Ausgangspunkt des umfassenden Vermittlungsprojekts: Die Universitätsbibliothek Leipzig gehört mit über 3.800 Inkunabeln und 25.000 Bänden aus dem 16. Jahrhundert zu den zehn größten deutschen Altbestandsbibliotheken. Die Bibliothèque Municipale de Lyon ist die zweitgrößte Altbestandsbibliothek Frankreichs und umfasst mit ihren frühen Drucken – darunter 1.200 Inkunabeln – Früherzeugnisse aus Italien und den Lyoner Werkstätten, die in der Anfangsphase der europäischen Druckkunst führend waren. Einander ergänzend, bilden die wertvollen und aufschlussreichen Exponate der beiden Bibliotheken eine umfassende Übersicht über das Phänomen der Druckseitengestaltung.

1/5

 

Im Fokus steht die Druckseite, die sich im Laufe der Zeit als gestalterische Konvention etablierte. Anhand dieser widmen sich die dialogisch angelegten Ausstellungen in Leipzig und Lyon kulturhistorischen, ästhethisch-gestalterischen und bildungsgeschichtlichen Fragen. Ein Schwerpunkt liegt insbesondere auf der Entwicklung des Buchdrucks und der fortschreitenden Digitalisierung: Wie wirkt sich das digitale Zeitalter auf die Sinn- und Bedeutungsstiftung von Texten aus? Verändern sich kulturelle Lesepraktiken oder bleibt die Druckseite als strukturierendes Element erhalten?