Deutsch-Russischer Museumsdialog

Aachener Symposium zur Beutekunst

Kriegsbedingt verlagertes Kulturgut: Forschung, Identifizierung, Recht, Diplomatie und Presse. Das Aachener Symposium vom 29. bis 31. Januar 2009 widmet sich vor allem den Fragen der (Nach-) Kriegsverluste verschiedener deutscher Museen.

Der Bestandskatalog der Verluste und die nahezu gleichnamige Ausstellung „Schattengalerie – Verlorene Werke der Gemäldesammlung“ schaffen eine Plattform für ein Symposium zur sogenannten Beutekunst –  des kriegsbedingt verlagerten Kulturgutes.

Das Thema Raubkunst – also die während des dritten Reichs beschlagnahmten oder zwangsweise verkauften Kulturgüter aus jüdischem Besitz –, zu dem es sicherlich einige Anknüpfungspunkte gäbe, soll dabei nicht verhandelt werden, da es bereits im Dezember 2008 in Berlin diskutiert wurde.

Das Aachener Symposium widmet sich vor allem den Fragen der (Nach-) Kriegsverluste verschiedener deutscher Museen. Obwohl das kriegsbedingt verlagerte Kulturgut die ganze Bandbreite der bildenden Künste umfaßt, ist eine Beschränkung auf Gemälde und Zeichnungen sinnvoll, da anderenfalls der Zusammenhang drohte verlorenzugehen. Zudem ist die Verlusterforschung auf diesen Teilgebieten schon deutlich weiter entwickelt; so wurden schon mehrere Verlustkonvolute publiziert (z. B. Dresden, Berlin, Potsdam).

Neben Vertretern deutscher Museen mit Vorträgen zu einem aktiven Umgang mit diesem Thema und den diversen Schwierigkeiten, die dabei aus den unterschiedlichsten Richtungen auftauchen können, sind auch Sprecher aus anderen Bereichen –  wie der Diplomatie, des Rechts, des Kunsthandels, der Presse – geladen, ihre Erfahrungen vorzustellen.

Die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, und die Dezernentin Dr. Britta Kaiser-Schuster werden auf dem Symposium sprechen.