Präsentation der Erwerbung Matthäus Merian

Präsentation der Erwerbung Matthäus Merian d.J., Selbstbildnis, im Historischen Museum Frankfurt am Main.

Mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder erwirbt das Historische Museum in Frankfurt am Main ein bisher unbekanntes Selbstbildnis des Frankfurter Malers Matthäus Merian d. J. Durch den Ankauf erweitert das Museum seine Porträt-Sammlung, in der sich bereits drei Gemälde Matthäus Merians d. J. befinden, um ein qualitätvolles Bild, das durch Expertisen und eigene Untersuchungen dem bedeutenden Frankfurter Künstler zugeschrieben werden konnte.

Matthäus Merian d.J. (1621-1678) erhielt seine Ausbildung beim seinerzeit berühmtesten deutschen Maler Joachim von Sandrart in Frankfurt, weiterhin u.a. im Londoner Atelier van Dycks. In Frankfurt, wo er nach 1650 das väterliche Verlags­unternehmen fortführte, etablierte Matthäus Merian d. J. sich als einer der führenden deutschen Porträtisten der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Das Selbstporträt zeigt Matthäus Merian d. J. als selbstbewussten, reifen Künstler in kostbarer Kleidung, der sich als Mitglied der internationalen Künstler­gemeinschaft darstellt. Mit Verweisen auf die antike Skulptur und Zeichnung rekurriert das Porträt auf zeitgleiche Künstlerbildnisse aus dem flämischen und niederländischen Künstlerkreis, etwa von Rubens oder van Dyck. Merians Porträt kann somit als ein persönlicher, aber auch nationaler Kommentar zum Rang der Kunst in Deutschland nach dem Dreißigjährigen Krieg gesehen werden, an der Frankfurt mit Künstlern wie Sandrart und Merian einen bedeutenden, wenn auch weitgehend unbekannten Anteil hat.

Neben der Kulturstiftung der Länder unterstützten die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen, die Historisch-Archäologische Gesellschaft Frankfurt am Main, die Schenkung Kober im Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main, die Evonik-Degussa GmbH und das Kuratorium des Historischen Museums den Ankauf

Der stellvertretende Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Dr. Martin Hoernes, wird zur Präsentation anwesend sein.

Kontakt Historisches Museum: Wolf von Wolzogen,

E-Mail: wolf.vonwolzogen@stadt-frankfurt.de, Telefon 069/21234611