Präsentation der Erwerbung Hans Hartung

Präsentation der Erwerbung Hans Hartung, T 1988-E4 im Museum der bildenden Künste Leipzig.

Das Museum der bildenden Künste Leipzig feiert am 18. Dezember seinen 150. Geburtstag und präsentiert anlässlich des Jubiläums die Neuerwerbung eines Gemäldes von Hans Hartung „T 1988 – E4“. Die Kulturstiftung der Länder unterstützte den Ankauf.

1904 in Leipzig geboren, avancierte Hans Hartung zu einem der wichtigsten Vertreter der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts,  insbesondere der „Lyrischen Abstraktion“. Bisher besaß das Museum lediglich eine großformatige Zeichnung des Leipziger Künstlers, mit „T 1988 – E4“ bereichert es seine Sammlung um eines der expressivsten Spritzbilder Hans Hartungs (1904-1989) aus dem Spätwerk, das in einer Zeit entstand, als der Künstler bereits stark bewegungseingeschränkt war.

Mit Hilfe von genau steuerbaren Spritzpistolen entstanden großflächige, scheinbar ungeplante Konstruktionen, die die Schnelligkeit und Direktheit des Farbauftrags eindrucksvoll vergegenwärtigen. Hartung entwickelte eine Maltechnik, die mit ihrem radikalen gestalterischen Ausdruck und einer Bildform der Formlosigkeit noch heute zeitgenössische Künstler beeinflusst.

Hartungs Werk besteht aus markant voneinander abgegrenzten Schaffensperioden: der freien Abstraktion der 1930er Jahre, den dramatisch-expressiven Linear­kompositionen der Jahre nach 1945, den Bildern des abstrakten Expressionismus’ der 1950er Jahre, den Acrylbildern der 1960er Jahre und dem Spätwerk der 70er und 80er Jahre, das erst in den letzten Jahren wieder zunehmend rezipiert wird.

Das Museum der bildenden Künste Leipzig setzt sich seit Jahren für die Wiederentdeckung Hans Hartungs in seiner Heimat ein und zeigte im Rahmen einer großen Retrospektive Hans Hartungs 2007/08 auch eine Auswahl seiner späten Werke. Mit „T 1988 – E4“ besitzt das Museum nun endlich auch selbst ein repräsentatives malerisches Werk Hartungs.

Die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Isabel Pfeiffer-Poensgen, wird in Leipzig anwesend sein.

Presse-Kontakt im Museum der bildenden Künste Leipzig: Jörg Dittmer, Telefon 0341/216 999 14; joerg.dittmer@leipzig.de