Junger Freundeskreis

Nachwuchs im Museum

Der Junge Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder fördert Volontäre durch Stipendien.

In diesem Jahr feiert der Junge Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder (JFK) bereits seinen dritten Geburtstag. Seiner Gründung lag der Gedanke zugrunde, für kunstinteressierte Menschen von 18 bis 40 innerhalb des bestehenden Freundeskreises eine Möglichkeit des Zusammenwirkens und des Austausches sowie ein eigenes Förderprogramm zu schaffen. Der JFK hat sich entschieden, jährlich an fünf junge Museumsvolontäre Reisestipendien für die Art Basel zu vergeben. Durch dieses Förderprogramm haben sich fruchtbare Kontakte zwischen den Mitgliedern des JFK und den Stipendiaten entwickelt. Es ist mittlerweile zu einer schönen Tradition geworden, dass Mitglieder des JFK die geförderten Volontäre in ihren Museen besuchen und deren Wirkungsstätten näher kennenlernen. So haben wir individuelle Führungen durch die Duchamp-Ausstellung in München und die Ausstellung „Heimatkunde. 30 Künstler blicken auf Deutschland“ in Berlin erlebt. Vor kurzem konnte mit der Unterstützung der Art-Basel-Stipendiatin Katharina Groth sogar ein regionales Kunstwochenende organisiert werden: Gemeinsam mit unserem Mitglied Gideon Modersohn (Fischerhude/Hamburg) stellte sie ein individuelles Programm mit Führungen und Atelierbesuchen in Bremen, Worpswede und Fischerhude zusammen. Auch einige Mitglieder des Freundeskreises der Kulturstiftung waren mit von der Partie, so dass die Struktur des JFK praktisch lebendig erfahrbar war: kulturelle Kommunikation zwischen jüngeren Kunstbegeisterten und älteren Kunsterfahrenen. Nicht zuletzt wurde dies auch dadurch deutlich, dass in Bremen und Worpswede ansässige Mitglieder des Freundeskreises uns gastfreundlich empfingen und auch durch großzügige Spenden unterstützten. So wurde es eine inspirierende und generationenübergreifende Exkursion mit anregenden Begegnungen für alle Teilnehmer.

Im dritten Jahr seines Bestehens ist der JFK auf über 70 Mitglieder gewachsen: Ihm stehen so auch mehr finanzielle Mittel zur Verfügung. Deshalb entschlossen wir uns in diesem Jahr, unter den ehemaligen Art-Basel-Stipendiaten die Förderung eines von ihnen initiierten Projektes in einem Museum auszuschreiben. Unsere Mitglieder entschieden, dass die von Christina Landbrecht (Berlinische Galerie) vorgeschlagene Installation „Chamber Music (Vestibule)“ von Ari Benjamin Meyers im Windfang der Berlinischen Galerie gefördert werden sollte. Die Installation greift vor allem zwei spannende Fragen auf: Wie stellt man Musik aus und was bedeutet der Prozess des Erinnerns für den einzelnen Museumsbesucher? Auf weitere Projektvorschläge für 2014 sind wir schon jetzt gespannt.