10 Jahre Deutsch-Russischer Museumsdialog

Museumsdialog zum Nachhören

Im November des vergangenen Jahres feierte der Deutsch-Russische Museumsdialog mit einer zweitägigen Veranstaltung in Berlin sein 10-jähriges Bestehen. Jetzt stehen zum Nachlesen und Nachhören der Tagungsbericht und Audiomitschnitte der Fachvorträge online zur Verfügung.

Am 16. und 17. November 2015 trafen sich in Berlin über zweihundert Direktorinnen und Direktoren sowie Kuratorinnen und Kuratoren der von Kriegsverlusten betroffenen russischen und deutschen Museen, um ihre langjährige Zusammenarbeit zu vertiefen und neue Projekte zu erörtern. Anlässlich des 10. Jubiläums der gemeinsamen Initiative der Museen galt es, mit der zweitägigen Veranstaltung ein klares Zeichen für den Kulturdialog zwischen Deutschland und Russland zu setzen. Bei dem Festakt im Bode-Museum und dem Kolloquium in der Akademie der Künste berichteten renommierte Experten von ihren neuesten Forschungsergebnissen im Zusammenhang mit kriegsbedingt verlagerten Kulturgütern. Das zentrale Anliegen des Deutsch-Russischen Museumsdialogs (DRMD) lautet, die verschlungenen Wege zu ergründen, die Millionen von Kunstwerken in Deutschland wie in der Sowjetunion als Folge des Zweiten Weltkriegs nahmen und den fachlichen Austausch darüber zu befördern.
Der Tagungsbericht, der die Inhalte und Ergebnisse der beiden Veranstaltungstage zusammenfasst, steht nun online zur Verfügung. Zudem stehen die Fachvorträge des Kolloquiums am 17. November in der Akademie der Künste in deutscher Sprache in Form von  Audiomitschnitten zum Nachhören bereit. Die russischen Vorträge wurden von den Übersetzern Alexander Korolkow und Bärbel Sachse ins Deutsche übersetzt.
Die Teilnehmer der Veranstaltung erörterten neue Forschungsergebnisse des DRMD in Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen. Aus Russland waren u. a. Michail Piotrowski, Generaldirektor der Staatlichen Eremitage, St. Petersburg, Marina Loschak, Direktorin des Staatlichen Puschkin-Museums für Bildende Künste, Moskau, Natalja Grigorjewa, Staatliches Museum Nowgorod, Elena Kalnitskaya, Direktorin des Staatlichen Schlossmuseums Peterhof, sowie Karina Dmitriewa, Allrussische Staatsbibliothek für Ausländische Literatur M. I. Rudomino Moskau, anwesend. Sie trafen mit ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen zusammen, u. a. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Britta Kaiser-Schuster, Leiterin des DRMD, Regine Dehnel, Leiterin der Arbeitsgruppe „Kriegsverluste deutscher Museen“, Wolfgang Eichwede, ehemaliger wissenschaftlicher Leiter der Arbeitsgruppe „Russische Museen im Krieg“, Uwe M. Schneede, Vorstand Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Gilbert Lupfer, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Martin Eberle, Direktor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, Jeanine Meerapfel, Präsidentin der Akademie der Künste, Berlin, sowie zahlreiche weitere Provenienzforscher und Museumsdirektoren.