Kulturhauptstadt Europas 2025

Ausgezeichnet für Kultur

Europas Vielfalt und Zusammengehörigkeit erlebbar zu machen ist das Ziel des Programms Kulturhaupt-städte Europas: Der von der Europäischen Union verliehene Titel feiert das gemeinsame europäische Kulturerbe und zeichnet Städte und Regionen aus, die durch partizipative und nachhaltige Konzepte ihre kulturellen Besonderheiten erfahrbar machen. Der Förderung und Bewahrung des kulturellen Erbes verschrieben, führt die Kulturstiftung der Länder im Auftrag der Kultusministerkonferenz die praktische Organisation des nationalen Auswahlverfahrens für die deutsche Kulturhauptstadt Europas 2025 durch.

1985 wurde das Programm Kulturhauptstädte Europas auf Anstoß der damaligen griechischen Kulturministerin Melina Mercouri vom Rat der Europäischen Gemeinschaft ins Leben gerufen. Es wird beabsichtigt, den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa herauszustellen, die Gemeinsamkeiten sowie das Zugehörigkeitsgefühl zu einem gemeinsamen Kulturraum zu fördern. Gleichzeitig trägt die Initiative zur Entwicklung langfristiger Kulturstrategien in den jeweiligen Städten bei.

Mehr als 50 Städte in ganz Europa haben bereits für 12 Monate den Titel Kulturhauptstadt Europas getragen. In Deutschland sind bisher Berlin (1988), Weimar (1999) und zuletzt Essen für das Ruhrgebiet (2010) ausgezeichnet worden. Die Ausrichtung und Umsetzung des gesamten deutschen Wettbewerbsverfahrens für die Kulturhauptstadt Europas 2010 oblag ebenfalls der Kulturstiftung der Länder.

Das Europäische Parlament und der Rat der Europäischen Union haben mit dem Beschluss Nr. 445/2014/EU vom 16. April 2014  das Programmkonzept für den Zeitraum 2020 bis 2033 aktualisiert. Nach dem Beschluss ist neben Slowenien Deutschland berechtigt, für das Jahr 2025 erneut eine Kulturhauptstadt zu ernennen. Die Auswahl der Titelstadt erfolgt in einem zweistufigen Ernennungsverfahren (Vor- und Endauswahl), das von den Mitgliedsstaaten in eigener Verantwortung gemäß den Vorgaben des EU-Beschlusses (insbesondere Artikel 7 bis 9 und Artikel 11) organisiert wird. Die Rolle der Europäischen Kommission besteht darin, sicherzustellen, dass die auf EU-Ebene vereinbarten Regeln in jeder Phase eingehalten werden.

In Vorbereitung des nationalen Auswahlprozesses hat die Kultusministerkonferenz unter Berücksichtigung der detaillierten EU-Regeln die Grundzüge für das Auswahlverfahren in Deutschland festgelegt (vgl. Beschluss vom 1. Juni 2017). In diesem Zuge wurde die Kulturstiftung der Länder von der Kultusministerkonferenz beauftragt, als „managing authority“ erneut die praktische Organisation des nationalen Auswahlverfahrens zu übernehmen. Spätestens Ende 2018 wird die Kulturstiftung der Länder den Wettbewerb mit der Veröffentlichung der offiziellen Ausschreibung starten und daraufhin auch die Auskunftsstelle für alle deutschen Bewerberstädte sein.

Ihre Ansprechpartnerin in der Kulturstiftung der Länder:

Linda Lücke
Projektkoordination
Kulturhauptstadt Europas 2025
Tel. +49 (0) 30 / 89 36 35 40
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