Deutsch-Russischer Museumsdialog

Kulturelles Gedächtnis

Ergebnisse des Forschungsprojekts „Kriegsverluste deutscher Museen“ des Deutsch-Russischen Museumsdialogs (DRMD)

Seit 2008 unterstützt der DRMD die Museen darin, Klarheit über Art und Umfang ihrer Verluste zu gewinnen: Unabhängige Forschung ist die Voraussetzung, die komplexe und facettenreiche Geschichte von Museen und Sammlungen in Deutschland zu rekonstruieren und differenzierter darzustellen. Gleichzeitig erzählt die Geschichte der verlo­renen Kulturgüter europäische und deutsch-russische Geschichte. Die Arbeitsgrundlage bildet eine objektzentrierte Datenbank, basierend auf Über­lieferungen zur Tätigkeit sowjetischer Trophäenbrigaden, die im Februar 1943 auf Beschluss des Staatlichen Verteidigungskomitees der UdSSR gegründet worden waren. Inzwischen liegen Einzelrecherchen zu über 30 Sammlungen deutscher Museen u. a. in Berlin, Dresden, Leipzig, Gotha, Magdeburg, Dessau oder Bautzen vor: Tausende bis heute nicht oder vermutlich nicht restituierte Kunstwerke konnten bislang identifiziert werden. Mit den Sammlungsrecherchen verbunden sind die Forschungen über die Auslagerungsorte und Verlagerungen der Sammlungen und deren Situation in der Kriegs- und Nachkriegszeit. Denn die Geschichte der „Beutekunst“ lässt sich nicht auf die Tätigkeit der Trophäenbrigaden reduzieren: Die Ergebnisse zeigen, dass sich kaum allgemeingültige Aussagen treffen lassen. Tatsächlich hat jedes Haus und jedes Objekt seine eigene Verlustgeschichte: vom Verlust durch Brand oder Plünderung am Auslagerungsort über fast komplette Abtransporte in die Sowjetunion bis zu deutsch-deutschen Irrläufern, die wir aufklären konnten. Berührt wird außerdem der Grenzbereich zwischen kriegsbedingt verlagerten, zuvor aber NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kunstwerken. Im Mittelpunkt der hier vorgestellten exemplarischen Auswahl stehen deshalb unterschiedliche Kunstgattungen und Ver­lustgeschichten, um so die Vielfalt der Objekt-Biografien abzubilden. Und manchmal war trotz intensivster Recherche keine Spur zu verfolgen, immer verbunden mit der Hoffnung, es könnte sich noch ein möglicher Weg zu den Kunstwerken auftun, um sie wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.   Britta Kaiser-Schuster 

Deutsch-Russischer Museumsdialog: Projektleiterin Britta Kaiser-Schuster (3.v.r.), Anne Kuhlmann-Smirnov, Robert Michaelis, Anastasia Yurchenko, Ralph Jaeckel und Regine Dehnel (v.l.n.r.); © Foto: Antonia Kölbl
Deutsch-Russischer Museumsdialog: Projektleiterin Britta Kaiser-Schuster (3.v.r.), Anne Kuhlmann-Smirnov, Robert Michaelis, Anastasia Yurchenko, Ralph Jaeckel und Regine Dehnel (v.l.n.r.); © Foto: Antonia Kölbl

Keine Spur von Olivier

Die Geschichte dieses kleinen Gemäldes des deutschen Romantikers Friedrich von Olivier (1791–1859) ist exemplarisch für das Schicksal von Kunstwerken nach 1933. Sie zeugt unter anderem von Bemühungen der Museen um den Schutz von Kunstwerken aus öffentlichem wie privatem Besitz in Kriegszeiten sowie von chaotischen, schwer nachvollziehbaren Zuständen am Ende des Zweiten Weltkriegs.

Friedrich von Olivier, Italienisches Ständchen, o. J., (Vorkriegsaufnahme), 37 × 26 cm; verschollen; : © SMB-ZA, V/Slg. Künstler, Olivier, Friedrich
Friedrich von Olivier, Italienisches Ständchen, o. J., (Vorkriegsaufnahme), 37 × 26 cm; verschollen; : © SMB-ZA, V/Slg. Künstler, Olivier, Friedrich

Im November 1935 im Auftrag des Bankiers, Kunstsammlers und Vorsitzenden der Freunde der Nationalgalerie Eduard Freiherr von der Heydt im Kunstsalon Paul Cassirer erworben, blieb das Bild in Berlin. Es wurde gemeinsam mit Gemälden der Berliner Nationalgalerie zwischen 1941 und 1943 zum Schutz vor Kriegseinwirkungen in den Flakbunker am Zoologischen Garten ausgelagert. Ebenso dahin ausgelagert wurden ein für von der Heydt erworbenes Gemälde von Camille Corot (1796 –1875), das sich seit 1945 in der Staatlichen Eremitage in St. Petersburg befindet, sowie zwei weitere Er­werbungen des Sammlers. Diese beiden kleinformatigen Gemälde von Johann Erdmann Hummel (1769 –1852) und Johann Christian Clausen Dahl (1788 –1857) wurden gegen Kriegsende in den Westen Deutschlands abtransportiert. Ihr Weg aus dem Berliner Zoobunker in das Von der Heydt-Museum Wuppertal führte über Braunschweig bzw. den Central Collecting Point Wiesbaden. Von Oliviers Bild, dem eine Gasse in Olevano Modell stand, fehlt hingegen weiter jede Spur. Ein Abtransport in die Sowjetunion kann nach den umfangreichen Recherchen des DRMD weitgehend ausgeschlossen werden. Die Frage, welches andere Schicksal das Werk hatte, ob es sich beispielsweise in privatem Besitz befindet oder zerstört wurde, muss vorerst offen bleiben.   Regine Dehnel 

Die Brunnen Maske in der Eremitage

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An der Wende zum 20. Jahrhundert besaß das Kunstgewerbemuseum Berlin eine große Sammlung von Brunnenmasken aus der Renaissance und Folgezeit. Julius Lessing, damaliger Direktor des Museums, widmete ihnen und den nicht minder fantastisch gestalteten Türklopfern der Sammlung eine eigene Ausgabe seiner „Vorbilderhefte“, in denen er einem größeren Publikum einzelne Bestände seines Hauses präsentierte. Im Zweiten Weltkrieg wurden viele der darin beschriebenen Bronzen in den Flakbunker am Friedrichshain verlagert, wo man sie vor Bomben sicher glaubte. Und tatsächlich überstanden sie den Krieg gänzlich unbeschadet. Allein, im Mai 1945 kam es in dem Bunker aus bis heute ungeklärten Gründen zu zwei verheerenden Bränden. Ein großer Teil der eingelagerten Kunstwerke fiel ihnen zum Opfer.

Aus den Trümmern bargen die sowjetischen Trophäenbrigaden Fragmente teils weltberühmter Werke und verbrachten sie in die UdSSR. Viele von ihnen kehrten später zurück, andere blieben verschollen. Während einige Sammlungen ihre heute noch in Russland befindlichen Bestände recht gut kennen, trifft dies für das Kunstgewerbemuseum nur in Teilen zu, etwa bezüglich seiner Sammlung kunstvoller Grubenschmelzarbeiten aus Limoges im Moskauer Puschkin-Museum.

In Zusammenarbeit mit dem Kunst­gewerbemuseum konnten durch For­schungen des DRMD nun zwanzig in den Friedrichshain ausgelagerte, heute noch vermisste Stücke des Museums identifiziert werden. Darunter waren Gold- und Silberschmiedearbeiten, Elfenbein, Porzellan sowie Plastiken wie die hier abgebildete Brunnenmaske eines wilden, schilfblatt­behangenen Mannes aus dem 17. Jahrhundert, die, im Jahr 1900 von Julius Lessing porträtiert, heute in der St. Petersburger Eremitage verwahrt wird.   Anne Kuhlmann-Smirnov 

Im Wartesaal

Suzanne Eisendieck, Frauenbildnis (Im Wartesaal), o. J., 56 × 46,5 cm; Inv. no. ZKse-1114; © The State Hermitage Museum, St. Petersburg
Suzanne Eisendieck, Frauenbildnis (Im Wartesaal), o. J., 56 × 46,5 cm; Inv. no. ZKse-1114; © The State Hermitage Museum, St. Petersburg

Dieses Gemälde der in Danzig geborenen Künstlerin Suzanne Eisendieck (1906 – 1998), die mit 21 Jahren zum Studium nach Berlin ging und seit den späten 1920er-Jahren bis zu ihrem Tod in Paris lebte und wirkte, ist seit Frühjahr 2016 auf der Internetseite des Kulturministeriums der Russischen Föderation zu kriegsbedingt verlagerten Kunstwerken abgebildet. Nach Recherchen des DRMD wurde es im Oktober 1945 in der Staatlichen Eremitage im damaligen Leningrad ausgepackt. Verpackt war es in einer Kiste, in der sich mehrere Bilder Berliner sowie Potsdamer Herkunft befanden. Jedoch gehörte  das  Bildnis  wohl  keinem Museum in Berlin oder Potsdam. Dank Nachforschungen des DRMD im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin ist bekannt, dass es am 18. Januar 1945 zusammen mit 16 weiteren Gemälden seitens der Berliner Kriminalpolizei „zur einstweiligen Aufbewahrung“ der Nationalgalerie übergeben wurde. Ein vorangegangener unrechtmäßiger Entzug aufgrund nationalso­zialistischer Verfolgung ist nicht auszuschließen. Unter den Kunstwerken, die die Trophäenbrigaden nach Kriegsende in die Sowjetunion abtransportierten, können sich Werke befinden, die zuvor ihren Eigentümern durch die Nationalsozialisten geraubt wurden. Der DRMD stößt bei seinen Recherchen zu kriegsbedingt verlagerten Kunstwerken deutscher Museen und Sammlungen immer wieder auch auf  Werke, die eine mögliche zwei- oder mehrfache Verlustgeschichte aufweisen.   Regine Dehnel 

Der Fall Baccio Bandinelli

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Die Berliner Skulpturensammlung war den russischen Kunsthistorikern und den Mitgliedern der Trophäenbrigaden gut bekannt. Josef Orbeli (1887–1961), Direktor der Eremitage, hatte in einem Brief im August 1945 zahlreiche Bildwerke genannt, die Kriegsverluste in seinem Museum ersetzen sollten – darunter auch das „Bildnis Baccio Bandinelli“. Doch das Werk war bereits im Mai 1945 durch Feuer und Explosion im Flakbunker Friedrichshain brandbe­schädigt, fragmentiert und deformiert worden. Die Schwierigkeit, die zerbrochenen Teile vor Ort gedanklich wieder zu einem Gesamtbildwerk zusammen­zufügen und die Dauer der Ausgrabungsarbeiten führten dazu, dass die Fragmente in unterschiedliche sowjetische Museen gelangten. Drei Fragmente wurden im Juni 1946 gemeinsam mit anderen Bildwerken in die Eremitage übernommen. Die Kiste, in der das Werk ankam, enthielt „kleine Fragmente […] mit unkenntlich gewordenen Überresten von durch Feuer zerstörten bzw. stark beschädigten Gegenständen und Bruchstücken in einem Haufen Kalk“.

Obwohl die Fragmente in der Eremitage hätten bleiben können, da laut DRMD-Datenbank „im Gesicht die Lippen und ein Teil des Barts verbrannt“ waren – und  die Grundvoraussetzung für die Rückgabe ein möglichst guter Zustand sein sollte –, wurden die Teile 1958 ins Bode-Museum zurückgeführt. Andere Teile des Reliefs hatten im März 1946 in „fragmentiertem Zustand, in 6 Teile zerbrochen, außerdem fehlen einige Teile, brandgeschädigt“ das Moskauer Puschkin-Museum erreicht, wo sie sich immer noch im Depot befinden. Die Klarheit über die Existenz und den Zustand des Reliefs konnte durch den Abgleich der Verlustdokumentation mit der Datenbank belegt werden. Es bleibt fraglich, ob die Fragmente dieses Reliefs irgendwann zusammenfinden und – wo auch immer – wieder eine Einheit bilden werden. Das Anliegen des DRMD war es, das Kontinuum des Schicksals des Werkes zu rekonstruieren und so seine künstlerische Integrität wiederherzu­stellen.   Anastasia Yurchenko 

Getrennte Wege

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Das Beispiel eines bisher noch nicht eindeutig bestimmten Gegenstandes aus der Bronzezeit, der im Oktober 1945 in zwei Fragmenten auf getrennten Wegen in die Leningrader Eremitage gelangte, verdeutlicht die mitunter überraschenden Perspektiven, die sich aus den Forschungen des DRMD ergeben.

Das Stück kam 1887 als Teil eines größeren Depotfundes aus Bewerdieck im Kreis Neustettin (heute Komorze, Polen) in die Sammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte Berlin. Wie zahlreiche andere Objekte des Museums war dieses bronzene Objekt im Zweiten Weltkrieg im Berliner Flakbunker am Zoologischen Garten ausgelagert. Offenbar bereits vor dem im Oktober 1945 erfolgten Abtransport in die Sowjetunion war er in zwei oder mehrere Teile zerbrochen, die unteren stabartigen Teile vom kompakteren Oberteil abgetrennt, wie eine Vorkriegsfotografie zeigt. In zwei verschiedenen Kisten gelangten die nun isolierten Teilstücke in die Eremitage, wo sie ohne Bezugnahme auf einen möglichen gemeinsamen Kontext neue Inventarnummern erhielten. Die stabartigen Fragmente des unteren Teils waren offenbar so beschädigt, dass eine mögliche Zugehörigkeit zu einem Gesamt­objekt bisher überhaupt nicht in Betracht gezogen wurde. Sie werden daher heute in der Eremitage als vollkommen getrennte Objekte aufbewahrt. Erst bei der Auswertung der sowjetischen Transportlisten im Abgleich mit dem Verlustkatalog des Berliner Museums und dem Katalog der Ausstellung „Bronzezeit – Europa ohne Grenzen“ 2013 wurde offenkundig, dass die Teile zusammen­gehören.

Würde man sich in der Eremitage für die Zusammenführung oder gar Zusammenfügung von Oberteil und Unterteilfragmenten entscheiden, so könnte dies zu einer Neubestimmung und Neubewertung des Gesamtobjekts als Ständergefäß führen. Noch 1956, als es für die Mitarbeiter des Berliner Museums nicht mehr greifbar war, war es als „Bruchstücke eines tutulusartigen Zierrats aus Bronze“, also als Schmuckgegenstand, gedeutet worden.   Ralph Jaeckel 

Friedrichs Flöten

Johann Joachim Quantz, Flöte Friedrichs des Großen, um 1750, 67,5 × 3,5 cm, in neugebautem Kasten; Musik­instrumenten-Museum SIMPK, Berlin; © Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz / Foto: Christian Fischer
Johann Joachim Quantz, Flöte Friedrichs des Großen, um 1750, 67,5 × 3,5 cm, in neugebautem Kasten; Musik­instrumenten-Museum SIMPK, Berlin; © Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz / Foto: Christian Fischer

Die Flötenkonzerte Friedrichs des Großen sind dank des Gemäldes von Adolph Menzel in der Alten Nationalgalerie nicht nur Musikliebhabern ein Begriff. Der Querflöte spielende König ist weit über die Grenzen des ehemaligen Preußen bekannt. Auch viele der Instrumente, auf denen Friedrich II. seine Virtuosität unter Beweis stellte, sind nicht nur Fach­leuten geläufig. Die Querflöten ­werden nach ihrem Erbauer Johann Joachim Quantz (1697–1773), der auch Komponist und Flötenlehrer am Hofe Friedrichs II. war, Quantz-Flöten genannt. Weniger bekannt ist, dass eine der heute in Berlin ausgestellten Quantz-Flöten im September 1946 ins Moskauer Puschkin-Museum übernommen wurde. Das Instrument gehörte bis zum Abtransport durch die sowjetischen Trophäenbrigaden zum Bestand des Berliner Hohenzollern-Museums. Es konnte im Rahmen der Recherchen zu den Verlusten des Musikinstrumenten-Museums des Staatlichen Instituts für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz vom DRMD in einem sowjetischen Kistenöffnungsprotokoll nachgewiesen werden. Heute wird es vom Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin bewahrt und befindet sich als Dauerleihgabe im Musikinstrumenten-Museum. Seine Identifizierung in den sowjetischen Rückführungsakten, die im Kontext der Kulturgüter-Restitutionen der Sowjetunion an die DDR in den 1950er-Jahren angelegt wurden, war bisher nicht möglich. Für eine weitere Quantz-Flöte ist die von Musikwissenschaftlern vertretene These zu diskutieren, nach der das heute in Leipzig verwahrte Instrument nie in die Sowjetunion kam. Forschungen des DRMD legen nahe, dass diese Querflöte mit der historischen Inventarnummer HM 3838 im Jahr 1946 auch nach Moskau abtransportiert worden war.   Robert Michaelis 

Möbelpuzzle

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In der Vorkriegszeit im Gotischen Haus zu Wörlitz aufgestellt, wurde die dreiteilige Garnitur zum Schutz vor Kriegsschäden im Herbst 1943 in das Salzbergwerk Solvayhall bei Bernburg an der Saale ausgelagert. Ingo Pfeifer von der Kulturstiftung DessauWörlitz identifizierte 2012 Teile der Garnitur in der Datenbank des DRMD. Dies gelang wohl auch deshalb, weil die Teile bei ihrem Abtransport in die Sowjetunion nicht umgepackt, sondern in ihren Auslagerungskisten verbracht worden waren. In den sowjetischen Akten von 1946 sind sie mit „Gart. Wörl. Nr. 32“ und „Gart. Wörl. Nr. 33“ erfasst. Nicht allzu schwer fiel der Rückschluss, dass sich hinter dieser Abkürzung die Garten­direktion Wörlitz verbirgt.

Während beim Abtransport in die Sowjetunion die Herkunft der in Teile zerlegten Garnitur noch bekannt war, ging dieses Wissen in den folgenden Jahren offenbar verloren. Und so verblieben die Garniturteile nach ihrer Rückgabe an die DDR 1958 über Jahrzehnte im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen in Ost-Berlin. Dort erhielten sie temporäre Inventarnummern, sozusagen als Zeichen für ihre ungeklärte Herkunft. 2002 kamen die beiden Beistelltische, sogenannte Guéridons, und der Fuß des Tisches nach Potsdam zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die Tischplatte blieb in Berlin. Dank der Recherchen von Manuela Krüger, Kunstgewerbe­museum Berlin, der Abfrage der DRMD-Datenbank durch den Dessauer Kollegen und der Vermittlung des DRMD fügen sich die „Garnitur-Puzzleteile“ nun wieder zu einer Einheit. Ihrer Rückkehr nach Wörlitz steht nichts mehr entgegen.   Ralph Jaeckel, Regine Dehnel