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Hilfe braucht Hieronymus

Das Lindenau-Museum in Altenburg bittet um Ihre Unterstützung für die Restaurierung einer Renaissance-Darstellung des Heiligen Hieronymus.

Meister Esiguo, Heiliger Hieronymus als Büßer, um 1500, 55 × 36,5 cm
Meister Esiguo, Heiliger Hieronymus als Büßer, um 1500, 55 × 36,5 cm

Hieronymus kniet in der Felswüste vor einer Höhle. Der Löwe, sein ständiger Begleiter, hat noch den Dorn in der Pfote, vielleicht ein Hinweis auf die Buße, denn der Heilige galt als von leidenschaftlichem Temperament. Der in der Nachfolge von Benozzo Gozzoli stehende unbekannte Autor des Gemäldes erhielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts von den Kunsthistorikern und Renaissance-Spezialisten Roberto Longhi und Bernard Berenson den Namen Meister Esiguo. Unter den ihm zugeordneten Werken und Zeichnungen befindet sich ein in den Uffizien in Florenz aufbewahrtes Blatt, das als Vorzeichnung für das Gemälde des Lindenau-Museums gedient haben könnte. Die Zuschreibung des Tafel­bildes an den Meister Esiguo bekräftigte zuletzt Johannes Tripps, einer der Autoren des 2005 erschienenen wissenschaftlichen Bestandskataloges der florentinischen Malerei des Lindenau-Museums.

Obwohl das kleine Gemälde in der Gruppe der um 1500 entstandenen Werke in der Sammlung des Lindenau-Museums einen wichtigen Platz einnimmt, weil sich an ihm exemplarisch Fragen wie das Studium des menschlichen Körpers, der Natur, der Perspektive, aber auch der Gelehrsamkeit der Renaissance abhandeln lassen, kann es wegen seines schlechten Erhaltungszustandes nicht in der Galerie gezeigt werden. In der Bildmitte wird die Oberfläche der stark verwölbten Holztafel vertikal von zwei Rissen durchzogen, in deren Folge sich Teile der Malschicht vom Bildträger gelöst haben und senkrecht aufstehen. Bereits mehrfach vorgenommene Festigungen der Schollen führten zu keinem Erfolg. Um die Ursachen der Schäden ermitteln und die Gefahr des Verlustes an originaler Substanz abwenden zu können, sollen zunächst gemäldetechnische und strahlendiagnostische Unter­suchungen ausgewertet werden, danach muss eine grundlegende Restaurierung erfolgen.

Für die Präsentation in der Galerie ist es zudem erforderlich, den stark verbräunten Firnis sowie farbveränderte Retuschen, die den Eindruck des Gemäldes empfindlich stören, abzunehmen, neue Retuschen einzufügen und das Bild anschließend zu firnissen. Der Umfang der notwendigen Arbeiten beläuft sich auf rund 6.500 Euro – eine Summe, die das Lindenau-Museum alleine nicht aufbringen kann und für die es Sie herzlich um Ihre Hilfe bitten möchte!

Für weitere Informationen:

Lindenau-Museum Altenburg
Gabelentzstraße 5, 04600 Altenburg/Thüringen
Telefon: 03447- 89533
E-Mail: direktion@lindenau-museum.de
http://www.lindenau-museum.de