Ausstellungsförderung

Ein Panorama von 500 Jahren Kunst und Kultur

Der Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder hat auf seiner Sitzung am 7. Dezember 2017 in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin über 1 Million Euro für Ausstellungsförderungen bewilligt.

Unter der Leitung seiner Vorsitzenden, Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, hat der Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder auf seiner Sitzung am 7. Dezember 2017 in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin u. a. beschlossen, 16 bedeutende kunst- und kulturhistorische Ausstellungsvorhaben in Deutschland mit insgesamt 1.245.000 Euro zu fördern. Die 16 Länder stellen seit 2009 jährlich Mittel bereit, um über die Kulturstiftung der Länder wichtige Ausstellungsprojekte von überregionaler Ausstrahlung zu unterstützen. Kriterien für eine Förderung sind darüber hinaus: Die Ausstellungen sollen aus der eigenen Sammlung entwickelt und interdisziplinär erarbeitet sein sowie besucherorientiert präsentiert und vermittelt werden; wissenschaftliche Ergebnisse sollen dauerhaft wirksam bleiben. Weitere Informationen zu den Förderkriterien und zur Antragstellung für eine Ausstellungsförderung finden Sie auf der Website www.kulturstiftung.de.

Die beschlossenen Ausstellungsförderungen in der Übersicht

Die Sonderausstellung Sehnsucht und Freiheit. Otto Mueller und die Malerei der Moderne zwischen Berlin und Breslau der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit der Alexander und Renata Camaro Stiftung widmet sich dem künstlerischen Austausch zwischen der schlesischen Metropole Breslau und der damaligen Reichshauptstadt Berlin in den 1920er-Jahren. Im Mittelpunkt steht dabei die Akademie für Kunst und Kunstgewerbe in Breslau, an der zwei Künstlergenerationen der Moderne aufeinandertrafen: Hier unterrichteten „Brücke“-Mitglied Otto Mueller, Hauptbegründer der Académie Matisse Oskar Moll und der Bauhäusler Oskar Schlemmer. Zu ihren Schülern zählte u. a. der in Breslau geborene Alexander Camaro. Die Ausstellung zeigt ausgehend von Muellers prägendem Sehnsuchts- und Freiheitsverständnis eine neue Perspektive auf dieses wichtige Kapitel deutsch-polnischer Kunstgeschichte. Laufzeit: 28.9.2018 bis 3.3.2019

Zum 200. Geburtstag Theodor Fontanes 2019 widmet sich die Ausstellung fontane.200 – Bilder und Geschichten im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam dem literarischen Brandenburg-Bild des berühmten preußischen Schriftstellers, das maßgeblich in seinem Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ gezeichnet wird. Besucher und Besucherinnen erhalten durch ausgestellte Schriftstücke, Gemälde und Alltagsgegenstände einen eindrücklichen Einblick in die Schreibwerkstatt Fontanes und können nachvollziehen, wie er sein gesammeltes Material für seine Erzählungen bearbeitete und montierte. Die Schau ist eingebettet in ein landesweites Gesamtprogramm mit einer großen Bandbreite an thematischen und methodischen Zugängen zum Œuvre Fontanes. Laufzeit: 7.6. bis 30.12.2019

Die Ideen, Aktionen und Mythen der 68er-Bewegung aus künstlerischer Perspektive: Die Schau Flashes of the Future: Die „68er“ oder die Macht der Ohnmächtigen. Der Beitrag der bildenden Kunst zu einer globalen Emanzipationsbewegung zwischen 1960 und 1970 im Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen beleuchtet die Kunstentwicklung der Jahre um 1968 und zeigt gleichzeitig Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auf. Ausgangspunkt der Ausstellung ist die zeitgenössische Kunstsammlung Peter und Irene Ludwigs mit Schwerpunkt auf der US-amerikanischen Pop-Art, die vor 50 Jahren zum ersten Mal öffentlich in Aachen präsentiert wurde. Laufzeit: 19.4. bis 19.8.2018

Mit vierzehn architektonischen Beispielen aus der Region Braunschweig setzt das Braunschweigische Landesmuseum in Kooperation mit der Braunschweigischen Landschaft e.V. die gleichnamige Veranstaltungsreihe mit der Ausstellung Achtung Modern! Architektur zwischen 1960 und 1980 fort. Im Museum, aber auch vor Ort geht die Ausstellung den Spuren der „späten Moderne“ nach: Sowohl in den kriegszerstörten historischen Städten als auch in den nationalsozialistischen Industriestandorten der Region bot die rege Bautätigkeit der 1960er- bis 1970er-Jahre internationalen wie regionalen Architekten die Möglichkeit, unter neuen Vorzeichen die u. a. am Bauhaus entwickelte Moderne weiterzudenken. Anhand der Bauten von Alvar Aalto, Hans Scharoun, Gottfried Böhm und der renommierten „Braunschweiger Schule“ bringt die Schau der breiten Öffentlichkeit wie dem Fachpublikum die Architektur selbst, aber auch ihre Verbindung zu gesellschaftspolitischen Themen anschaulich nahe. Laufzeit: Oktober 2018 bis Februar 2019

Sie zählen zu den einflussreichsten Künstlern ihrer Zeit: Während Auguste Rodin (1840–1917) die Skulptur im 19. Jahrhundert aus ihrer akademischen Enge befreite und selbst zum Wegbereiter der Moderne avancierte, stellt Bruce Nauman (*1941) bis heute mit seinem radikalen konzeptuellen Ansatz die Grundfesten des künstlerischen Schaffens und die Erwartungen des Publikums zur Disposition. Mit der Schau Rodin / Nauman lässt die Stiftung Saarländischer Kulturbesitz in der Neuen Galerie des Saarlandmuseums erstmal das Schaffen der beiden Künstler in einen Dialog treten. Unter konzeptioneller Mitwirkung des US-amerikanischen Popminimalisten Nauman und mit Unterstützung seiner Galerie sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Pariser Musée Rodin zeigt die Schau Hauptwerke der jeweiligen Œuvre. Sie zeichnen sich nicht nur durch ihre Gleichgültigkeit gegenüber bestehenden Vorstellungen von handwerklicher Perfektion, von Schönheit und Vollkommenheit aus – darüber hinaus wirkten beide Künstler nachhaltig ein auf die Diskussion über die Möglichkeiten und den Begriff von Kunst im Allgemeinen und von Skulptur und Raum im Besonderen. Laufzeit: 21.9.2019 bis 26.1.2020

Das Bayerische Nationalmuseum widmet in Kooperation mit dem Diözesanmuseum Freising unter dem Titel Erasmus Grasser – Ausstellung zum 500. Todesjahr einem der bedeutendsten Bildhauer der Stadt eine umfassende Ausstellung. Erasmus Grassers (1450–1518) geschnitzte Moriskentänzer für das Alte Rathaus – heute Identifikationsobjekte der Landeshauptstadt –, sind ebenso außergewöhnlich expressiv und emotional im Ausdruck wie seine religiösen Werke, die er u. a. für das Chorgestühl der Münchner Frauenkirche fertigte. Diese erste monografische Schau zum Künstler unterstreicht seine herausgehobene Position in der gesamten Süddeutschen Skulptur der Spätgotik. Laufzeit: September 2018 bis Januar 2019

LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
Frieden. Von der Antike bis heute
28.4. bis 2.9.2018

Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau
Vorsicht Tier! Akteur und Material in der zeitgenössischen Kunst
Mai bis September 2019

Pinakothek der Moderne, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Paul Klee. Konstruktion des Geheimnisses
1.3. bis 10.6.2018

Alte Pinakothek, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München
Utrecht, Caravaggio und Europa
16.4. bis 21.7.2019

Suermondt-Ludwig-Museum, Aachen
Zwischen Hals und Holbein
8.3. bis 17.6.2018

Historisches Museum Frankfurt
Das Meisterstück – oder: Kunst kommt von Können
5.9.2019 bis 20.1.2020

Architekturmuseum der Technischen Universität München
Architektur in Bayern zur Zeit Ludwigs II. (1864–1886)
26.9.2018 bis 13.1.2019

Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Umkämpfte Wege der Moderne. Wilhelm Schmid und die Novembergruppe
29.9.2018 bis 27.1.2019

Museum Kunstpalast, Düsseldorf
Das Junge Rheinland 1919–1932. Dynamiken eines Künstlernetzwerks
Frühjahr 2019

Städel Museum, Frankfurt am Main
Victor Vasarely – Im Labyrinth der Moderne
26.9.2018 bis 13.1.2019

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