Erwerbungsförderung

Mendelssohn für Leipzig

Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig erwirbt die umfangreiche private Sammlung zu Felix Mendelssohn Bartholdy von Dr. Rudolf Elvers. Die Kulturstiftung der Länder unterstützte den Ankauf.

Mit der Sammlung Elvers erhält das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig die welt­weit bedeutendste Privatsammlung zu Felix Mendelssohn Bartholdy – über 300 handschriftliche Zeugnisse rund um den Komponisten gelangen damit an den wichtigsten Wirkungsort Mendelssohn Bartholdys: nach Leipzig. Zahlreiche Briefe und zumeist unveröffentlichte Schriftstücke u. a. von Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt, Clara Schumann und Hans Christian Andersen spiegeln ein leben­diges Bild des geistigen Lebens des 19. Jahrhunderts vor dem Hintergrund des Schaffens Mendelssohn Bartholdys wider; zugleich verspricht die Auswertung der Dokumente neue Erkenntnisse zur Geschichte der Stadt Leipzig. Das Stadt­ge­schichtliche Museum Leipzig erwirbt die Mendelssohn-Sammlung von Dr. Rudolf Elvers mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, der Hierony­mus-Lotter-Gesellschaft e.V., der Sächsischen Landesstelle für Museums­wesen und der Mercedes-Benz Niederlassung Leipzig.

Von Felix Mendelssohn Bartholdy selbst befinden sich 87 handschriftliche Briefe und Schriftstücke in der Sammlung, darüber hinaus 15 Kompositionen und Zeich­nungen (so auch eine Zeichnung, auf der sich der Komponist selbst als Dirigent des Gewand­hausorchesters porträtiert hat). Ein weiterer Teil der gesammelten Hand­schriften stammt von anderen Mitgliedern seiner Familie. Doch auch Werke des Kompo­nisten sind mit einer großen Anzahl von gedruckten Alben und Faksi­mile­ausgaben vertreten sowie eine große Fachbibliothek, die den bereits vorhan­denen Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig bestens ergänzt. Zusammenge­tragen wurde die Sammlung von Dr. Rudolf Elvers, der für viele Jahre die Musik­abteilung mit Mendelssohn-Archiv der Staatsbibliothek zu Berlin leitete. Neben seinen zahlreichen Publikationen zu Mendelssohn sammelte er leidenschaft­lich Mendelssohniana. Seit den 1950er Jahren stand er mit verschiedenen Zweigen der Mendelssohn-Familie in engem Kontakt und konnte wertvolle Dokumente erwerben, die direkt aus dem Nachlass des Komponisten stammen.

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 Hamburg – 1847 Leipzig) wirkte als bedeutender Komponist der Romantik und als Orchester­leiter, reüssierte aber auch als virtuoser Pianist und Organist. In der Geschichte der Stadt Leipzig spielte er eine herausragende Rolle als Gewandhaus­kapellmeister und Gründer des Conservatoriums der Musik, der ersten deutschen Musikhochschule.

Pressebilder

Brief von Felix Mendelssohn Bartholdy an seine Schwester Fanny vom 1. Februar 1835

Brief von Felix Mendelssohn Bartholdy an seine Schwester Fanny vom 1. Februar 1835

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Felix Mendelssohn Bartholdy: Die beiden Bleistiftzeichnungen waren Teil eines Briefes, mit dem der Dirigent ein für den 1. Januar 1847 geplantes Konzert im Gewandhaus wegen Krankheit absagen musste.

Felix Mendelssohn Bartholdy: Die beiden Bleistiftzeichnungen waren Teil eines Briefes, mit dem der Dirigent ein für den 1. Januar 1847 geplantes Konzert im Gewandhaus wegen Krankheit absagen musste.

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Felix Mendelssohn Bartholdy: Herr Gott Dich loben wir Herr Gott wir danken dir.
Musikalisches Blatt

Felix Mendelssohn Bartholdy: Herr Gott Dich loben wir Herr Gott wir danken dir. Musikalisches Blatt

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Felix Mendelssohn Bartholdy: Musikalisches Albumblatt an einen unbekannten Empfänger, Leipzig, 22. April 1841

Felix Mendelssohn Bartholdy: Musikalisches Albumblatt an einen unbekannten Empfänger, Leipzig, 22. April 1841

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