Erwerbungsförderung

Die Ringe des Königs

Das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig erwirbt 12 Ringe aus der Sammlung des ersten Königs von Hannover, Ernst August I. Die Kulturstiftung der Länder unterstützte den Ankauf.

Mit dem Erwerb der Ringsammlung des Welfen-Königs Ernst August I. von Han­nover erhält das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig 12 kostbare Ringe aus der Kollektion des Regenten, der als Sohn des englischen Königs George III. im Jahr 1837 als erster König den Thron in Hannover bestieg. Damit endete auch die Personalunion zwischen Großbritannien und Hannover. Der Ankauf der wertvollen Fingerringe aus dem Kunsthandel gelang nun mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und des Landes Niedersachsen.

Die kostbaren Ringe, die in einer eigens dafür angefertigten Mahagoni-Schatulle mit Kristallglasdeckel aufbewahrt werden, wurden von einem Londoner Kunst­händler direkt aus Familienbesitz erworben. Bei den 12 Ringen, die für die Sammlung des Museums angekauft wurden, handelt es sich hauptsächlich um Objekte mit Porträts enger Verwandter Ernst Augusts I. und heraldischen Symbolen seines Adelsgeschlechts, drei Ringe zeigen das sprengende Sachsenross in Goldfassungen und in erlesene Edelsteine eingearbeitet. Die Zusammen­stellung der Ringe lässt erkennen, dass es sich nicht nur um rein dekorative Schmuckstücke eines kunstsinnigen Königs handelt. Die Motive verweisen auf den herzoglichen und später auch königlichen Rang ihres Besitzers. Nur die besten Goldschmiede und Steinschneider der Zeit wurden beauftragt, die Ringe sind Meisterwerke des Klassizismus englischer Prägung. Als Zeugnisse politischer, dynastischer und höfischer Ansprüche sind sie historisch und künstlerisch bedeutende Dokumente für das ehemalige Königreich Hannover und das heutige Land Niedersachsen. Ursprünglich umfasste die Ringsammlung 21 Ringe, von denen bereits einige vor dem jetzigen Ankauf in Privatbesitz gelangten; das Braunschweiger Museum wird allerdings drei weitere Ringe als Leihgaben eines Sammlers zukünftig zeigen können.

Das Herzog Anton Ulrich-Museum verfügt bereits über einen kleinen Bestand von Pretiosen englischer Provenienz, der im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts in das Museum gelangte. Darunter befindet sich unter anderem auch ein Siegelring Maria Stuarts. Die jetzt erworbenen Ringe werden im Jahr 2012 in einer Sonderaus­stellung in der Burg Dankwarderode erstmals den Besuchern vorgestellt. Nach der Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich-Museums werden sie in der neu einge­richteten „Schatzkammer“ des Museums präsentiert.

Pressebilder

Goldring mit Glaspasten-Kamee auf dunkelblauem Glasgrund, Bildnis Georg III. (1738-1820), um 1780
Foto: Claus Cordes

Goldring mit Glaspasten-Kamee auf dunkelblauem Glasgrund, Bildnis Georg III. (1738-1820), um 1780 Foto: Claus Cordes

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Goldring mit Glaspasten-Kamee auf einer Blutjaspis-Platte, Bildnis eines unbekannten Hannoveraners, um 1800
Foto: Claus Cordes

Goldring mit Glaspasten-Kamee auf einer Blutjaspis-Platte, Bildnis eines unbekannten Hannoveraners, um 1800 Foto: Claus Cordes

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Goldener Siegelring mit Blutjaspis-Intaglio, Bildnis Georg IV. (1762-1830),
Foto: Claus Cordes

Goldener Siegelring mit Blutjaspis-Intaglio, Bildnis Georg IV. (1762-1830), Foto: Claus Cordes

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Goldring mit Onyx-Kamee, Bildnis Georg IV. (1762-1830), um 1821
Foto: Claus Cordes

Goldring mit Onyx-Kamee, Bildnis Georg IV. (1762-1830), um 1821 Foto: Claus Cordes

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Goldener Siegelring mit Blutjaspis-Intaglio, Inschrift in gotischen Lettern „CEN / NCE / ENC“, erste Hälfte 19. Jahrhundert
Foto: Claus Cordes

Goldener Siegelring mit Blutjaspis-Intaglio, Inschrift in gotischen Lettern „CEN / NCE / ENC“, erste Hälfte 19. Jahrhundert Foto: Claus Cordes

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