Das Berliner Bode-Museum präsentiert eine spektakuläre Neuerwerbung

Das Berliner Bode-Museum präsentiert eine spektakuläre Neuerwerbung: Baccio Bandinelli, Büste eines jungen Mannes, um 1540

Mit Baccio Bandinellis „Büste eines jungen Mannes”, entstanden um 1540, erwerben die Staatlichen Museen zu Berlin für das Bode-Museum mit Unterstützung u.a. der Kulturstiftung der Länder ein Hauptwerk der florentinischen Renaissance. Das Bode-Museum bereichert damit seine exquisite Kollektion italienischer Skulptur um ein Werk von außergewöhnlicher künstlerischer Qualität und in einzigartigem Erhaltungszustand. Die Berliner Skulpturensammlung, der bislang ein hochrangiges Werk des 16. Jahrhunderts aus Marmor fehlte, schließt so auch eine Lücke ihrer weltweit renommierten Sammlung an Porträts.

Baccio Bandinelli (1493-1560) war Zeitgenosse und Kontrahent Michelangelos. Mit der „Büste des jungen Mannes“ schuf Bandinelli in offensichtlicher Auseinander­setzung mit Michelangelos „David“ ein völlig eigenständiges Bildwerk, für das weder in der Kunst der Antike noch in der Neuzeit Vergleichbares existiert. Klassische Schönheit und melancholische Ruhe, überlegener Geist und männliche Tatkraft verschmelzen zu einem heroischen Porträt. Geglückt ist Bandinelli damit ein Bildnis, das in prototypischer Weise das Kunst- und Stilempfinden der Zeit nach 1500 in einem Antlitz vereint.

Baccio Bandinellis Jünglingsbüste ist die letzte große Erwerbung in der Amtszeit von Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin. Er sagte: „Mich faszinierte sofort die makellose Schönheit des Jünglingskopfes aus der Blütezeit der Renaissance, als Florenz die Leitbilder der europäischen Eliten schuf, die auch Bode so sehr faszinierten. Auch Wilhelm von Bode hätte Bandinelli sofort erworben!“

Seit 2007 bereits als Leihgabe im Bode-Museum, wird die „Büste eines jungen Mannes“ nun weiterhin als Publikumsmagnet auf der Berliner Museumsinsel zu bewundern sein.

Falls Sie gerne an der Präsentation teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bei Dr. Matthias Henkel, Presseabteilung der Staatlichen Museen zu Berlin per E-Mail an: kommunikation@smb.spk-berlin.de