Kinder zum Olymp!

Olympische Sieger

Die Gewinner des neunten bundesweiten Wettbewerbs „Schulen kooperieren mit Kultur“ von Kinder zum Olymp! wurden auf der Preisverleihung am 9. September 2013 im Berliner Konzerthaus ausgezeichnet. Der Hauptpreis ging nach Ludwigsburg an die Osterholzschule.

Jubeln können beispielsweise 15 Gymnasiasten aus dem sächsischen Stollberg – sie sind mit ihrem Kunstprojekt „Tapetenwechsel“ einer der Preisträger bei Kinder zum Olymp!: Die Schüler weckten eine alte, unbewohnte Villa aus ihrem Dornröschenschlaf und gestalteten das Haus unter Anleitung eines bildenden Künstlers nur mit Materialien, die sich im Haus fanden, komplett neu. Aus der  Synergie von moderner Kunst und Stadtgeschichte entstand eine einmalige Ausstellung für die Bürger aus Stollberg und Umgebung.

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Alle Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs vor dem Berliner Konzerthaus, Foto: Stefan Gloede

28 innovative Kooperationsprojekte wurden von der Kulturstiftung der Länder und der Deutsche Bank Stiftung bei der diesjährigen Preisverleihung am 9. September im Berliner Konzerthaus ausgezeichnet: Sylvia Löhrmann, Nordrhein-Westfalens Ministerin für Schule und Weiterbildung und erste Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz, überreichte die mit je 1.000 Euro dotierten Preise des neunten bundesweiten Kinder zum Olymp!-Wettbewerbs „Schulen kooperieren mit Kultur“ an die Gewinner. Insgesamt fließen in diesem Jahr 34.000 Euro an kulturelle Bildungsprojekte von Schulen und ihren Kulturpartnern.

Der Hauptpreis geht an das Projekt „Karawanserei in der Weststadt – Zwerg Nase“ der Osterholzschule Ludwigsburg in Kooperation mit der Tanz- und Theaterwerkstatt e.V.: 5.000 Euro Preisgeld nimmt der Gesamtsieger des Wettbewerbs mit nach Hause. 210 Grundschüler ließen sich von der buckligen Hauptfigur mit der langen Nase aus Wilhelm Hauffs Märchen zu eigenen Erzählungen und szenischen Improvisationen anregen. Innerhalb von zwei Jahren schufen die Grundschüler mit Unterstützung von Profis wie der Tanz- und Theaterwerkstatt Ludwigsburg ein Gesamtwerk, in das jedes Kind als „Künstler“ eingebunden war: ob als Schauspieler, Tänzer, Sänger oder Musiker auf der Bühne oder als Maler, Bildhauer, Schreiner oder Klanginstallateur im Hintergrund.

Acht Bundesländer können sich über die Auszeichnungen des Wettbewerbs, der unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck steht, freuen: Erfolgreichstes Land im Wettbewerb ist Nordrhein-Westfalen mit acht Preisträgern. Vielfältig sind die beteiligten Schultypen: Neben Grundschulen sind insbesondere Realschulen (4 Preisträger), aber auch Hauptschulen, Gesamtschulen und Gymnasien (je 3 Preisträger) sowie Förderschulen (2 Preisträger) unter den Gewinnern.

750 Schulen hatten sich in der neunten Wettbewerbsrunde um die begehrten Preise für die besten künstlerischen und kulturellen Kooperationsprojekte beworben. Beteiligen konnten sich alle  allgemeinbildenden Schulen in Deutschland und die deutschen Auslandsschulen in Zusammenarbeit mit Künstlern und Kultureinrichtungen, die in diesem Jahr vom Designer bis zum Zirkuszentrum reichten. Gesucht waren Projekte, bei denen die Schüler vom Konzept bis zur Umsetzung aktiv mitgestalten können oder die langfristige Formen von Kooperationen wagen, aber auch Projekte, die andere Schulen aufgreifen und individuell umsetzen können.

In der Kategorie „Kulturelles Schulprofil“ überzeugten zwei Schulen die Jury: Die Grundschule Birkach in Stuttgart und die Integrierte Gesamtschule Paffrath werden nicht für ein Einzelprojekt, sondern für ihr kulturelles Gesamtprofil ausgezeichnet – die Schüler erleben hier Kunst und Kultur als selbstverständlichen Begleiter in ihrem Schulalltag.